Donnerstag, 21. Juli 2011

Congregation

Hallo!

Wohl zum letzten Mal, denn nun ist mit der Verleihung der Urkunde das Jahr in Norwich wahrlich beendet.

Die Bedeutung der Urkunde?

Erstens, ich habe alle Prüfungen bestanden (trotz Glücksspiel)
Zweitens, ich kann jetzt bezeugen, dass ich mich im Englischen Rechtssystem etwas auskenne (heißt auch Certificate of Higher Education in Common Law)
Drittens, zusätzlicher Zettel für zukünftige Bewerbungen (Zettel sind wichtig!)
Viertens, lustige und interessante Zeremonie zu besuchen, samt Spezialkleidung (gown, hood, hat), die man sonst nur in Filmen zu sehen bekommt
Fünftens, durfte den Hut werfen (sonst auch nur in Filmen)
Sechstens, Urlaub mit Mama in England
Siebtens, noch einmal verabschieden von Norwich

Ich denke, sieben Gründe sind genug, Gott hat schließlich auch nur sieben Tage zur Erschaffung der Welt gebraucht, warum sollte ich mich also mehr anstrengen und nach weiteren Gründen suchen.
Im Prinzip reicht ein einziger: Es war ein Riesenspaß!!!

Natürlich habe ich das währenddessen nicht gedacht, aber jetzt sind schon wieder zwei Tage vergangen, ich konnte mich ein wenig ausruhen und die Erlebnisse verdauen.

Der Tagesablauf:
  1. Relativ früh aufstehen (kamen am Vortag im B&B in meiner Straße an)
  2. Frühstück relativ spät (Rücksicht auf die B&B Angestellten genommen, hatten so viele Congregation Gäste, und die meisten mussten früher raus)
  3. 9:45 Taxi zur Uni (10 Uhr dort)
  4. Video der Zeremonie bestellen
  5. Kleidung holen (beim Anziehen wurde mir geholfen, war sehr lustig)
  6. Tickets holen (genaue Platzeinteilung, da alles wie am Schnürchen rennen muss)
  7. Lange Wartezeit, konnten erst um 11:15 in den Saal (dazwischen ein paar Fotos und die anderen Erasmus Studenten getroffen, wir waren nur 6 bei der Zeremonie)
  8. Endlich beginnt die Zeremonie, mit Prozession der Professoren und Blaskapelle, Rede, Aufstehen, den Gang entlang gehen, auf der Bühne dem Vize-chancelor (zweithöchstes Tier an der Uni) die Hand schütteln, Zertifikat bekommen, zum Sitzplatz gehen, wieder Aufstehen, sich der Prozession (diesmal Professoren und Graduanten) anschließen
  9. Video umbestellen (bekomme es nun zugeschickt, dann wird es nämlich auch noch bearbeitet)
  10. Gruppenfoto und Hutwerffoto (die Erasmus Studenten wurden zu den Bachelor Studenten gestellt, habe nachher erfahren, dass es auch ein Extrafoto geben sollte und mit dem Fotografen geredet, aber die anderen wollten dann eh nicht, und ein großes Foto wirkt viel besser)
  11. Kleines privates Foto (plus Hutwerfen) mit den anderen Erasmusmädels, dann kostet's auch nix.
  12. Mama sitzen lassen, um das Gruppenfoto zu bestellen professionelles Extrafoto machen zu gehen (aber dafür musste ich auch noch einen neuen Zettel ausfüllen. Das lustige war, die Fotografin war anscheinend aus Deutschland *gg*)
  13. Kleidung wieder abgeben (war nur gemietet)
  14. Busfahrt zurück zum B&B mit Abstecher um eine kleine Flasche Champagner zu kaufen (wurde dann in Teehäferln angestoßen)
  15. Kurze Schlafpause
  16. Stadtbummel
  17. Zugticketabholung (kann man nicht im Internet ausdrucken)
  18. Abendessen um 7
  19. Heimweg
  20. Film am Computer anschauen, schlafen ....
Na, ist das nicht ein langer Tag?
War echt viel zu tun. Und jetzt ist es zu Ende. Es war trotz allem ein wunderbarer Abschluss und ich bin glücklich, dass ich mich für die Zeremonie entschieden habe. Nur der Zettel allein hätte nicht so viel bedeutet.
Noch ein paar Fotos zum Schluss, dann begebe ich mich wieder auf einen wohlverdienten Urlaub.
Eine schöne Zeit euch allen!
Florentina xo


In der wunderbar edlen Graduierungskleidung beim Warten auf das Gruppenfoto. (Mama und Fotoapparat waren nie weit weg)

Der Beweis!
Gehöre nun zu den Graduanten der University of East Anglia

Beim Diskutieren mit dem Fotografen.
Wird jetzt wirklich noch ein Erasmus Foto gemacht?

Das Ende...
Oder der Anfang?