Donnerstag, 21. Juli 2011

Congregation

Hallo!

Wohl zum letzten Mal, denn nun ist mit der Verleihung der Urkunde das Jahr in Norwich wahrlich beendet.

Die Bedeutung der Urkunde?

Erstens, ich habe alle Prüfungen bestanden (trotz Glücksspiel)
Zweitens, ich kann jetzt bezeugen, dass ich mich im Englischen Rechtssystem etwas auskenne (heißt auch Certificate of Higher Education in Common Law)
Drittens, zusätzlicher Zettel für zukünftige Bewerbungen (Zettel sind wichtig!)
Viertens, lustige und interessante Zeremonie zu besuchen, samt Spezialkleidung (gown, hood, hat), die man sonst nur in Filmen zu sehen bekommt
Fünftens, durfte den Hut werfen (sonst auch nur in Filmen)
Sechstens, Urlaub mit Mama in England
Siebtens, noch einmal verabschieden von Norwich

Ich denke, sieben Gründe sind genug, Gott hat schließlich auch nur sieben Tage zur Erschaffung der Welt gebraucht, warum sollte ich mich also mehr anstrengen und nach weiteren Gründen suchen.
Im Prinzip reicht ein einziger: Es war ein Riesenspaß!!!

Natürlich habe ich das währenddessen nicht gedacht, aber jetzt sind schon wieder zwei Tage vergangen, ich konnte mich ein wenig ausruhen und die Erlebnisse verdauen.

Der Tagesablauf:
  1. Relativ früh aufstehen (kamen am Vortag im B&B in meiner Straße an)
  2. Frühstück relativ spät (Rücksicht auf die B&B Angestellten genommen, hatten so viele Congregation Gäste, und die meisten mussten früher raus)
  3. 9:45 Taxi zur Uni (10 Uhr dort)
  4. Video der Zeremonie bestellen
  5. Kleidung holen (beim Anziehen wurde mir geholfen, war sehr lustig)
  6. Tickets holen (genaue Platzeinteilung, da alles wie am Schnürchen rennen muss)
  7. Lange Wartezeit, konnten erst um 11:15 in den Saal (dazwischen ein paar Fotos und die anderen Erasmus Studenten getroffen, wir waren nur 6 bei der Zeremonie)
  8. Endlich beginnt die Zeremonie, mit Prozession der Professoren und Blaskapelle, Rede, Aufstehen, den Gang entlang gehen, auf der Bühne dem Vize-chancelor (zweithöchstes Tier an der Uni) die Hand schütteln, Zertifikat bekommen, zum Sitzplatz gehen, wieder Aufstehen, sich der Prozession (diesmal Professoren und Graduanten) anschließen
  9. Video umbestellen (bekomme es nun zugeschickt, dann wird es nämlich auch noch bearbeitet)
  10. Gruppenfoto und Hutwerffoto (die Erasmus Studenten wurden zu den Bachelor Studenten gestellt, habe nachher erfahren, dass es auch ein Extrafoto geben sollte und mit dem Fotografen geredet, aber die anderen wollten dann eh nicht, und ein großes Foto wirkt viel besser)
  11. Kleines privates Foto (plus Hutwerfen) mit den anderen Erasmusmädels, dann kostet's auch nix.
  12. Mama sitzen lassen, um das Gruppenfoto zu bestellen professionelles Extrafoto machen zu gehen (aber dafür musste ich auch noch einen neuen Zettel ausfüllen. Das lustige war, die Fotografin war anscheinend aus Deutschland *gg*)
  13. Kleidung wieder abgeben (war nur gemietet)
  14. Busfahrt zurück zum B&B mit Abstecher um eine kleine Flasche Champagner zu kaufen (wurde dann in Teehäferln angestoßen)
  15. Kurze Schlafpause
  16. Stadtbummel
  17. Zugticketabholung (kann man nicht im Internet ausdrucken)
  18. Abendessen um 7
  19. Heimweg
  20. Film am Computer anschauen, schlafen ....
Na, ist das nicht ein langer Tag?
War echt viel zu tun. Und jetzt ist es zu Ende. Es war trotz allem ein wunderbarer Abschluss und ich bin glücklich, dass ich mich für die Zeremonie entschieden habe. Nur der Zettel allein hätte nicht so viel bedeutet.
Noch ein paar Fotos zum Schluss, dann begebe ich mich wieder auf einen wohlverdienten Urlaub.
Eine schöne Zeit euch allen!
Florentina xo


In der wunderbar edlen Graduierungskleidung beim Warten auf das Gruppenfoto. (Mama und Fotoapparat waren nie weit weg)

Der Beweis!
Gehöre nun zu den Graduanten der University of East Anglia

Beim Diskutieren mit dem Fotografen.
Wird jetzt wirklich noch ein Erasmus Foto gemacht?

Das Ende...
Oder der Anfang?

Freitag, 17. Juni 2011

Letzter Tag

Hallo!

Heute ist mein letzter Tag in Norwich, morgen wird schon die lange, lange Heimreise angetreten. Man würde nicht glauben, dass man von Norwich nach Schrambach von 8:30 bis (wahrscheinlich ungefähr) 12 unterwegs ist, oder? Aber der Weg zum Flughafen ist weit. :-(

Heute mal keine großen Erzählungen, denn ich hab nicht viel mehr getan als Koffer zu packen und der Stadt eine letzte Kurzvisite abzustatten (wobei ich entschied nichts mehr zu kaufen, Koffer zu voll)
Aber hier kommen ein paar Fotos:

Mitten unterm Packen, das Zimmer sah leider ganz schön aus...

Ich möchte die Gelegenheit nutzen und mich für all die Briefe und Karten bedanken. Sie haben mich nicht nur immer aufgeheitert, sie waren auch ein wunderbarer Zimmerschmuck auf meinen Schranktüren.
linke Tür

rechte Tür
 In den letzten Wochen hatte ich eine Ablenkung in Form einer netten Baustelle gegenüber. Schaut euch das an, könnt ihr euch vorstellen, dass da mal ein Haus draus wird?
Glaubt es oder nicht, es entsteht gerade vor meinen Augen, sie haben schon die Dachbalken montiert und arbeiten auch brav bei Regen.
construction site (note the nice car in front of it!)
 Das war mein Jahr, jeden Tag genau ausgeführt, was so am Programm stand, Notizen hinzugefügt und drauf gezeichnet, wenn's gerade mal langweilig war. Auch ein paar wertvolle Erinnerungsstücke an Theater, Kino und Ausflüge sind darunter.
Calendar of the year

One part a little bit closer up. Was a nice part, I was at home for a few days!!!

Meist verdeckt durch meine Jacken, ist die nette Glaseingangstür beim Einpacken wieder erschienen. Ich mag die englische Variation von Glastüren, hätte gern selber mal so eine.
My door.

So, das war's für heute.
Danke für all die Unterstützung, die mich durch die Monate getragen hat.
Hoffe euch bald alle zu sehen!!!
Aber bis dahin, alles gute!
Florentina xo

Freitag, 10. Juni 2011

Aus und vorbei! :-D

Salut!

Nachdem ich nach meiner letzten Prüfung (Strafrecht) am 26.Mai eine andere Variante des Energieabbaus probiert habe (Kaffee/Tee trinken und plaudern mit Ioan und abends eine Stunde in einem Pub in der Stadt mit ein paar anderen Studenten), kommt heute wieder einmal ein Prüfungsbericht und zwar der letzte. Denn dieses war wirklich der letzte Streich!!! (Klopfe mal auf Holz, will nichts verschreien)

Was war heute am Programm?
Intellectual Property Law, genauer gesagt Copyright, Patent und Trade marks.
Am Beginn des Jahres hatte ich wahnsinnig darauf gefreut, weil wir das in Salzburg nicht wirklich durchmachen (ist nur eine Veranstaltung im Recht&Wirtschaftsstudium, bei Jus wird es nur kurz in Unternehmensrecht erwähnt). Allerdings hat sich dieser Enthusiasmus während des Jahres doch um einiges gelegt. Es klingt viel interessanter als es dann wirklich ist, das ist mal wirklich ein Bereich der ganz schön trocken sein kann und dabei mag ich es gar nicht wenn das jemand über Jus sagt. Ich nehme an, es gibt durchaus interessante Bereiche, wie die Frage ob ein "Musikstück", das aus 4 Minuten und 33 Sekunden Stille besteht wirklich Musik genannt werden kann. Dann war die Debatte über Graffiti auch sehr interessant, vor allem die Frage, ob ein Graffiti-Künstler irgendwelche Rechte gegen das Übermalen seines Werkes haben kann (kann er nicht, man hat in England nämlich kein moralisches Copyright gegen die totale Zerstörung eines Werkes, sondern nur gegen eine negative Bearbeitung, also beispielsweise, wenn ein an die Wand gesprayter Hase plötzlich grün angemalt wird) Auch Trade marks hatten ihre interessanten Seiten, wenn es auch ein extrem ungenaues Feld ist, das eigentlich nur im Vergleichen verschiedener Zeichen besteht, um dann zu entscheiden, ob die Zeichen zu ähnlich sind um eines davon zu erlauben, weil es ja einen Nachteil für das ältere Zeichen haben könnte. (Wahrscheinlich hat das durchaus seinen ökonomischen Wert, aber der hat sich mir bis zum Schluss nicht offenbart) Patent law hatte den Nachteil, das wir einen anderen Professor hatten, der die Vorlesung nicht wirklich ungemein interessant gestaltet hat (und es nicht schaffte den Bereich fertig abzuhandeln) und ich auch noch einen Montag krankheitsbedingt versäumt habe.

Während dem Lernen habe ich mich ziemlich auf Copyright konzentriert, alles fein säuberlich zusammengeschrieben, mit verschiedenen Farben unterstrichen, usw. Nur in den letzten paar Tagen habe ich mich dann mit den anderen Bereichen beschäftigt, vor allem im Zusammenhang mit den Prüfungsfragen des letzten Jahres (die ich teilweise auch mit zwei anderen Studenten am Mittwoch bearbeitet habe)
Stellt auch dann meine Überraschung vor als ich heute bei der Prüfung saß und erkannte, dass ich viel lieber über Patentrecht und Trade marks schrieb, als über Copyright. Die erste Frage war eine Fallfrage, die zur Hälfte Patent und zur anderen TMs behandelte. Ich muss zugeben ich überlegte ziemlich lange ob ich nicht die Copyright Frage nehmen sollte, entschied mich aber schlussendlich dagegen. Leider hatte ich dadurch wertvolle Minuten meiner 2 Stunden verloren und musste mich ganz schön anstrengen. Ich begann gerade erst zu schreiben, als andere neben mir schon bei der zweiten Seite waren. (man sollte wirklich nie auf seine Sitznachbarn achten, das kann deprimierend sein)
Danach hatte ich dann ungefähr 40-35 Minuten um die zwei Essayfragen zu beantworten. Wobei ich wieder Patentrecht und Trademarks auswählte aus dem einfachen Grund weil ich mir für diese zwei Fragen mehr Gerichtsfälle gemerkt hatte als für die anderen Möglichkeiten. Copyright hat so viele Fälle, dass man es einfach nicht schafft, sich alle zu merken (und dabei habe ich dazu gelernt und sie mir alle mit Notizen auf eine Liste geschrieben) Ich bin nicht absolut zufrieden mit meinen Antworten, aber bei dem Zeitdruck konnte ich einfach nicht mehr oder genaueres schreiben. Wenigstens habe ich dieses Mal auch ein Schlusswort unter die letzte Frage schreiben können (bei meiner einzigen 3 Stunden Prüfung ist mir das nicht geglückt. Schon komisch, dass drei Stunden kürzer sein können als 2)

Dann war es ENDLICH vorbei, kann es noch gar nicht fassen, dass jetzt mal kein Lernstress auf mich wartet und ich ohne Schuldgefühle zu einem Buch greifen oder ein Nickerchen einlegen kann. Das Wetter hat auch eine symbolische Tat des Stress Wegwaschens getan, denn gerade als wir das Gebäude verließen begann es zu Regnen. Hat mich zu dem Zeitpunkt nicht gestört (vor allem weiß ich, dass Regenschauer in England meist nur ein kurzes Intermezzo darstellen), da ich ohnehin zur Bank musste um mein Konto aufzulösen. Das geht echt schnell, die Überweisung des restlichen Geldes nach Österreich ist da schon eine ganz andere Angelegenheit. Auch ist es teurer von England nach Österreich, als umgekehrt, aber ja, was soll man machen. Kann nur hoffen, der Überweisungskurs ist zur Zeit wieder einmal pro Euro. :-D
Auf dem Heimweg habe ich mich dann wieder einmal mit Cookies eingedeckt, nachdem ich wochenlang nicht wirklich Lust auf süßes Zeug hatte, werde ich diese exquisiten Dinger jetzt einmal wieder genießen. Leider begann es erneut zu regnen sobald ich aus dem Co-op Store herauskam und so wurde ich auf meinem Heimweg ordentlich gewaschen.

Was steht jetzt also an, da die Prüfungen vorbei sind und ich nur noch eine Woche hier bin?

Tja, so Gott (und das Wetter) will, mache ich mich heute Abend auf den Weg zum Uni-Pub um Maria, eine griechische Jus-Studentin zu verabschieden, die morgen abreist. Würde das gerne tun, habe mich nämlich gut mit ihr verstanden, auch wenn ich nicht oft mit ihr gesprochen habe.

Morgen muss ich mich dann auf die Suche nach einem Karton machen, um einen Teil meiner Sachen mit der Post heimzuschicken. Wenn ich die genauen Maße finde, kann ich mit DPD 30kg schon für ungefähr 20 Pfund heimschicken! Noch dazu wird das Paket bei mir abgeholt und dazu kann ich nur sagen: Highly convenient, indeed! (man stelle sich das bitte mit englischem Akzent vor) Aber auch wenn ich keine max. 175 Länge und max. 300 Umfang finde, ist es mit DHL immer noch billiger als mit der normalen Post. Natürlich muss ich dann einen Tag nächste Woche zum Großteil im Haus verbringen, um auf das Abholen zu warten, denn eine bestimmte Zeit kann nicht ausgemacht werden.

Morgen Abend habe ich dann das Vergnügen ein Konzert mit meiner Geigenlehrerin als Solistin zu besuchen. Sie organisiert mir auch eine Mitfahrgelegenheit (wahrscheinlich ihre Schwester) Freue mich schon sehr darauf!

Sonntag wird dann einmal Probe eingepackt und Liste geschrieben was wo hinein gehört. Schließlich ist es nicht so einfach 2 Koffer und einen Karton zu packen und dabei die Gewichtslimits einzuhalten. (Ich sage nur 27 kg bei der Herfahrt, ups!) Dafür muss ich auch noch meine Nachbarn um eine Waage fragen und stehe immer noch vor dem Problem, dass ich mir nicht ganz sicher bin wie das eigentlich heißt. Habe dieses Wort in der Schule nie gelernt, obwohl ich zugeben muss, dass ich nie die fleißigste Vokabellernerin war (und seid jetzt ja nicht geschockt, Vokabeln zu lernen ist einfach eine absolut stumpfsinnige Arbeit) Aber ich hätte mich zumindest an das Wort erinnert, als ich im Internet nach einer Übersetzung suchte, aber "scales" hört sich einfach falsch an. Ich werde wohl noch meine Mitbewohner fragen müssen.

Ansonsten ist die nächste Woche noch nicht wirklich verplant.
Einziges Motto: Genießen und Zelte abbrechen.

Tja, nach einem langen, langen Bericht, ist jetzt Schluss, habe nämlich Hunger.
Habt's gut und bis sehr bald!
Florentina

PS: Salut ist übrigens rumänisch und bedeutet "hallo" (was man in so einem Auslandsaufenthalt so alles lernt)

Montag, 23. Mai 2011

Glücksspielereien

Hello again!

Ihr werdet euch wundern, dass ich so bald schon wieder schreibe?
Tja, einfacher Grund, muss wieder einmal ein bisschen fehlgeleitete Energie und Nervosität nach einer Prüfung abbauen. Außerdem dachte ich mir, ihr wollt vielleicht etwas darüber hören.

Was war heute am Programm?
Familienrecht, anders als in Österreich ist das hier nicht Teil einer großen Bürgerlich Rechts Prüfung (wird dann eher selten gefragt), sondern ein eigenes Fach, dass man entweder mit 100% Klausur oder 30% Kursarbeit und 70% Klausur machen kann. Ich habe die erste Möglichkeit gehabt und nachdem ich mir im Herbstsemester (nach der Übungskursarbeit) in den "behind" (um es Englisch auszudrücken, vielleicht macht das die Phrase ja besser) hätte beißen können, war ich dann in Frühlingssemester wirklich, wirklich froh nur eine Klausur zu haben und nicht im März schon eine Arbeit abzugeben müssen. Bis vor ungefähr 10 Tagen, als ich merkte, dass ich nur einen winzigen Teil lernen konnte bevor ich mich in die letzte Wiederholung für Rechtsphilosphie stürzen musste und dann nur noch 5 Tage habe um alles rauszuholen, was geht.

Hmmm, John Rawls sagt in seiner Gerechtigkeitstheorie, dass Menschen mit wirklich wichtigen Dingen im Leben kein Glücksspiel betreiben. ALSO, diese Prüfung war eindeutig nicht wirklich wichtig für mein Leben, denn ich habe wirklich "gegambled" (kein Wort, aber das passiert, wenn man längere Zeit in England verbringt. Entweder denkt man plötzlich nur noch Englisch oder es kommen eigenartige Deutsch-Englische Kombinationen aus dem Kopf, wenn auch nicht bei der Prüfung, zum Glück)

Jedenfalls, wie habe ich das getan? Tja, wie wahrscheinlich jeder Student/Schüler unzählige Male in seinem Leben. Lernen was geht und zugleich wissen, dass vieles sich nicht ausgeht und dann hoffen, dass die richtigen Fragen kommen. (Kleine Erleichterung, es gibt jedes Jahr 12 Fragen, 6 im normalen Familienrecht (Erwachsene) und 6 betreffen das Recht rund um Kinder und Eltern, das heißt, es ist höchst wahrscheinlich, dass so ziemlich jedes Thema des Jahres eine Frage hat und man nur 3 Fragen beantworten muss). Nur ist sich bei mir irgendwie nicht so viel ausgegangen, wie gedacht. Habe zwar den größten Teil vom normalen Familienrecht geschafft, aber dann beim Teil über die Vermögenstrennung nach Scheidung stoppen müssen, um auch noch etwas vom Kindesrecht unterzubringen, habe dort dann die Themen Elternschaft und Trennung der Eltern gut durchgemacht, das große Thema des Kindesschutzes durch den Staat aber nur gestreift. Unter anderem.
Sonntag nachmittag habe ich mich dann hingesetzt und begonnen alte Fragen durchzuarbeiten, konnte aber bis 3/4 12 nachts nur einenthalb Klausuren durchmachen (nicht ganz was ich geplant hatte), dann bin ich fast schon über meinen Zetteln eingeschlafen und habe eingesehen, dass Schlaf vielleicht mal eine gute Idee wäre.

Nicht, dass ich lange geschlafen hätte, viertel 6 haben die Träume zur Klausur wieder begonnen, dreiviertel 6 hab ich den Schlaf dann aufgegeben. Aber so konnte ich wenigstens noch ein bisschen was durchlesen (und mich nur halb verrückt machen, auch wenn man das nicht machen darf, wie mir meine weise, kleine Schwester gesagt hat. Darf bald wohl nicht mehr "klein" sagen, irgendwie ist die in den paar Monaten meiner Abwesenheit "groß" geworden)

Nach einer Raserei zur Uni mit meinem lieben, lieben Rad, durfte ich dann vor dem Gebäude warten, bis sie uns einließen (Danke für den Sonnenschein, mein lieber Wettergott, kann ich nur sagen) Glücklicherweise nicht allein, denn die Niederländerin, mit der ich mich während des Jahres so gut verstand, war auch schon dort. Haben uns dann ein bisschen gegenseitig beruhigt bzw. nervös gemacht.
Irgendwann wurden wir nach dem typischen Vortag "das passiert wenn ihr schummelt" (wird nach vorn gebeten, muss warten, kommt vielleicht vor eine Kommission, kann von der Uni ausgeschlossen werden -> habe mit der Schulter gezuckt, aber schummeln tu ich trotzdem nicht) in das Gebäude gelassen und durften unseren Raum finden. In dem Gebäude sind alle Prüfungsräume im Kellergeschoß. Durchaus angenehm gegen eventuelle Hitze, aber irgendwie sah unser kleiner Raum auch wie Keller aus.

Unsere Gesetzbücher warteten schon auf den Tischen, die Aufsichtsperson war herzlich gelangweilt (und ist anders als letzte Woche nur aufgestanden, wenn jemand zusätzliches Papier wollte) und bald ging die wilde Schreiberei los. Und wenn ich wild sage, dann meine ich wild. 3 Fragen in 2 Stunden sind kein Kinderspiel. Es ist ja nicht so, als würde man da nur eine Seite schreiben.
Meine erste Frage war ein Fall mit 2 unterschiedlichen Ehen und einer zivilen Partnerschaft, bei denen es zu bestimmen galt, ob sie gültig sind oder nicht. Natürlich muss man die sections im Gesetz wissen, den Fall danach bearbeiten und ähnlich Fälle anführen, als Beispiele oder Begründungen.
Nach einer Stunde (10 Minuten davon damit verbracht fast alle Fragen zu lesen um zu entscheiden, was ich machen will) dachte ich Schreck lass nach, ich hab ja noch zwei Fragen.
Das waren dann zwei Essay-fragen, die mir erstaunlicherweise (oder auch nicht, mochte Problemfragen immer) doch ganz gut liegen, vor allem wenn ich dazu eine Meinung habe. Habe über Reform im Scheidungsrecht und die Übersiedlung ins Ausland eines Elternteiles mit den Kindern und die rechtliche Situation geschrieben. Vor allem der zweite Aufsatz ist in 20 Minuten eher kurz geraten und einige Fallnamen sind mir nicht mehr eingefallen, später sind mir auch noch das Recht auf Familie (Europäische Menschenrechtskonvention Art 8) eingefallen, aber ich hatte gerade noch eine Minute, um eine Ende zu schreiben und die Arbeit nicht in der Luft schweben zu lassen, also konnte ich wirklich nicht mehr nachdenken.

Generell war das Denken während der Prüfung irgendwie schwer, alles in mir hat sich nur auf das Schreiben konzentriert. Zum Glück ist es jetzt vorbei. Es wird nicht berühmt sein, aber ich glaube, ich bin durch, da ich die meisten rechtlichen Fakten durchaus darlegen konnte. (Komme eher ungern im August nochmal her und noch weniger will ich meine Zetteln auf meinen Schottlandurlaub mit Verena davor mitnehmen)

Bin danach nur heimgefahren und habe versucht zu schlafen, ging aber irgendwie nicht.
Werde mich also heute wirklich früh in die Federn hauen, um morgen frisch und munter in der Früh an Strafrecht arbeiten zu können, denn um Max&Moritz zu zitieren: "Dieses war der zweite Streich und der nächste folgt sogleich" (in meinem Fall, Donnerstag! Danach heißt es Pausenwochenende, das habe ich mir verdient!!!)

Genießt die Zeit und die Wärme/Hitze. Wenn es euch zu heiß ist, denkt an das schöne England, wir haben gerade um die 18°C, was nicht schlecht ist (vor allem zum Lernen), aber es könnte besser sein.
Bis bald (29 Tage)
Florentina XO

Mittwoch, 18. Mai 2011

Erste Prüfung

HALLO!!!!

Bin gerade in einer eigenartigen Stimmung, einerseits überglücklich, andererseits hundemüde. Warum? Tja, hatte meine erste Prüfung heute. Das ist durchaus ein Grund zum Feiern, vor allem da es die einzige Pflichtprüfung ist (s.h. die einzige, die ich fürs Stipendium bestehen muss) Der Rest ist nur noch "Spaß" (Man könnte mich ernsthaft fragen, ob ich falsche Vorstellungen von Spaß habe)

Jedenfalls ging es ganz gut, denke ich. Habe gestern noch alte Prüfungsfragen durchgearbeitet (und bin daher um einiges später als geplant schlafen gegangen, aber es hat sich ausgezahlt) Heute morgen bin ich dann um 6 aufgewacht, weil ich von dem einen winzigen Teil geträumt habe, den ich nicht wirklich gut gelernt habe. (Ja, ich bin nicht perfekt, auch ich muss auswählen, was ich lerne, wenn die Zeit knapp wird) Dadurch konnte ich aber noch einmal über die Notizen zu den alten Prüfungsfragen gehen, die in den letzten Jahren immer um die selben Themen gekreist haben.

Und Wunder, oh Wunder, auch dieses Jahr sind es dieselben Fragen, aus 6 war nur eine ganz neu. Das hat mir einen großen Vorteil verschafft, weil ich zwei Fragen wählen konnte, die ich gestern gut durchgearbeitet habe. (Eine war praktischerweise auch mein Kursarbeitsthema und wenn ich da nichts drüber schreiben kann nach Wochen voll Arbeit, dann weiß ich's auch nicht) Zwischendurch während hastigem Schreiben hat mich die Sonne beschienen und das muntert mich immer auf.

Aber eigentlich wusste ich schon davor, dass nichts mehr schief gehen kann, hat doch mein Mitbewohner, Eugene, "Good luck" aus dem Fenster gerufen als ich mich auf den Weg zur Uni machte. Außerdem habe ich dann auch noch meine Geigenlehrerin vor ihrem Haus gesehen, spontan gestoppt und ihr geschrien, dass sie mir Glück wünschen soll. Sie hat mir auch prompt versprochen, an mich zu denken.
In dem Wissen, dass viele daheim auch wussten wann das Daumendrücken dran war, hatte ich so viel Unterstützung wie ich mir nur wünschen konnte und das beruhigt sehr!!!

Nach den zwei Stunden über dem "Exam's booklet" (Engländer sind außerdem wirklich schräg, man schreibt zwar außen seinen Namen drauf, aber um sicher zu gehen, dass es auch anonym beantwortet wird, wird das dann gefaltet und mit einem Klebestreifen zugeklebt, die müssen eine extrem große Anzahl von diesen booklets gemacht haben) habe ich mich dann mit Chris getroffen, als ein letztes Mal Tea-time nach Jurisprudence. Wir haben das im zweiten Semester fast jeden Donnerstag gemacht und immer viel zu lachen gehabt. Sie hat meine Zeit hier in Norwich um einiges verschönert und ich kann nur von Herzen hoffen sie im Juli zu sehen. (Zum Glück wohnt sie in Kent, wo Mama und ich Urlaub machen)

Jetzt ist die ganze Aufregung vorbei, aber irgendwie gelingt es mir nicht einen kurzen Nachmittagsschlaf einzulegen, bin wohl noch zu überdreht. Außerdem muss ich mich bald wieder ans Arbeiten setzten, denn der Montag kommt mit Riesenschritten und die Gesetzbücher müssen schon am Freitag abgegeben werden (also wird mal viel getextmarkert) Auch Montag wird dann nicht viel Zeit bleiben, da dann Donnerstag die Strafrecht ansteht. Wenigstens habe ich danach dann 2 Wochen bis zur nächsten, ein Glück!

Genießt die Zeit und bis bald (heute nur noch ein Monat)!!!
Florentina XO

Montag, 9. Mai 2011

Schlägereien

Hallo!

Ihr werdet euch sicher über den Titel wundern, aber aus aktuellem Anlass (nein, ich war nicht in eine Schlägerei verwickelt!) wollte ich mal eine Frage an die Allgemeinheit stellen:
Gerade eben (naja, vor 15 Minuten) ist vor der Tesco/Tankstellen-Kombination bei der ich oft einkaufe wenn ich an der Uni bin eine Schlägerei zwischen zwei Schülern der nahegelegenen Highschool entbrannt.  War nicht wirklich nahe dran, und bin auch nicht näher gegangen, weil ich mich nicht unbedingt in der Lage sehe eine Schlägerei zu stoppen, schon gar nicht auf Englisch. Glücklicherweise kam gerade zu dem Zeitpunkt eine Ambulanz vorbei und stoppte und die Frau am Steuer sprang heraus, und eine Verkäuferin vom Tesco kam auch herausgelaufen und sie haben die Schlägerei gestoppt. Ich mag solche Szenen nicht, sie gehen gegen alles, was ich gelernt habe und wühlen mich daher ziemlich auf. Zugleich aber lese ich in unzähligen Büchern immer wieder, wie normal es doch ist, dass Jungen sich prügeln.
Also zu meiner Frage:
Würdet ihr wirklich sagen, dass Prügeleien unter Heranwachsenden normal sind?
Auch das Aufwachsen mit zwei Brüdern hat mich dazu nichts gelehrt, ich muss also auf eure Weisheiten zurückgreifen.

Tja, ich verschwinde wieder in meinen Jusbüchern. Glücklicherweise habe ich die Kursarbeiten jetzt wirklich hinter mir (heute abgegeben) und nur noch einiges zu lernen vor mir.

Ich wünsche euch eine schöne Zeit, hoffentlich ist es bei euch ebenso schön warm und sonnig wie bei uns!
XO Florentina

PS: Musste heute ein neues (kleineres) Wörterbuch für meine Prüfungen besorgen, mit dabei war ein deutsches Phrasenbuch. Ich habe viel zu lachen damit und das wollte ich mit euch teilen:
Gibt es Ausflugsfahrten? -> Aussprache:  "gipt es owsflooks-fahrten?"
Jeden Samstage -> Aussprache: "yehden zams-tahk"
LOL!!!!

Dienstag, 26. April 2011

Lernen, lernen, lernen

Hallo Leute,

Ja, ich weiß, ich lasse nicht viel von mir hören. Aber was soll ich schon groß schreiben? Ich sitze die meiste Zeit des Tages in meinem Zimmer und schreibe zusammen was ich zum Lernen habe. Letzte Woche habe ich zum Glück ENDLICH meine zweite Kursarbeit fertiggestellt und meiner Englischlehrerin in Österreich zum Korrekturlesen geschickt. Noch ist sie zum Glück nicht zurückgekommen, das heißt ich muss noch nicht all meine Fehler ausbessern. Im Großen und Ganzen war ich mit der Arbeit zum Thema "Ist Strafe notwendig" aber wirklich zufrieden. Leider habe ich ziemlich lange gebraucht und nur noch 3 Wochen um für drei Prüfungen zu lernen. Komme mir wirklich vor wie bei der Matura, da fängt auch niemand wirklich früh an (oder zumindest niemand den ich kenne) Tja, aber da man die Vergangenheit schließlich nicht ändern kann, und ich mich damit beruhige während der zwei Semester gut mitgearbeitet zu haben, habe ich eben jetzt mehr auf einmal zu tun.

Im Moment bin ich mit Rechtsphilosophie beschäftigt, das ist meine erste Prüfung. Ich schreibe also all die wichtigen Aussagen der Philosophen per Hand zusammen, sodass ich sie vor der Prüfung nur noch ein paar mal durchlesen und mir Gedanken machen muss. In dem Fach darf ich nämlich echt kritisieren und meinen Gedanken freien Lauf lassen.

Danach kommen Familienrecht und Strafrecht dran, was viel systematischer ist, da ich vor allem die verschiedenen Typen von Familienstatus bzw. die Delikte zusammenfassen muss. Die Delikte habe ich eigentlich schon so ziemlich, da ich mich auf diese Weise auch immer auf die Seminare vorbereitet habe. Bleibt mir also vor allem die Artikel durchzulesen um kritische Meinungen zu finden (Ja, auch da wird wieder mal kritisiert. Die trauen Studenten hier viel mehr zu als in Österreich) und die wichtigsten Paragraphen in meinen Gesetzbüchern anzustreichen. (Man höre und staune, es gibt ja doch nicht nur Fallrecht in England. *gg*) Die Gesetzbücher darf ich am letzten Werktag vor der jeweiligen Prüfung dann abgeben, damit sie auf Schummler und reingeschriebene Wörter kontrolliert werden. Also echt, nicht das ich schummle, aber wenn man es so schlecht macht, dass sie es bei einer schnellen Kontrolle sehen (und das kann nicht genaue gemacht werden bei so vielen Studenten, was auch immer sie erzählen), kann man jeden nur bemitleiden, der es versucht.

Sie sind bei den Prüfungen aber noch extremer. Man darf beispielsweise keine Jacken oder Taschen mitnehmen (muss in einem anderen Raum abgelegt werden, auf eigene Gefahr) und die Stifte müssen in einem durchsichtigen Federpenal oder Plastiksackerl in den Prüfungsraum mitgenommen werden.
Ich werde mir wohl wie am Flughafen vorkommen.

Jetzt werde ich mal weiterarbeiten bzw. zwischendurch dem Bagger gegenüber zuschauen (ich scheine Baustellen magisch anzuziehen, aber wenigstens gibt es was interessantes zu schauen) Wollte nur mal von mir hören lassen.

GANZ LIEBE GRÜSSE AN ALLE!!!
Florentina XO

PS: nur noch 42 Tage, dann geht es an den endgültigen Heimflug!!!!

Freitag, 18. März 2011

Reisebericht (Norwich - Schrambach, oder nahezu)


Hey guys!

Wie immer bevor einer Reise stellte sich mein innerer Wecker auf überfrüh, also eine Stunde vor dem elektronischen und so sehr ich die zusätzlichen hellen Stunden auch mag, sind sie nicht sehr nett, wenn man in der Früh dann eine Stunde wach liegt. Dunkelheit würde beim Einschlafen schon helfen.
Ansonsten ging alles problemlos. Ich habe meine am Vorabend geschriebene Nachricht an den Kühlschrank geklebt, den letzten Toast gegessen, alles mit Ablaufdatum vor meiner Rückkunft weggeleert und mein Taxi kam pünktlich um „half eight“ (= halb neun, Verwirrung oft vorprogrammiert)

Wie immer, wenn man mit dem Taxi fährt, ist man zu früh dran, und so hieß es 30 Minuten auf den Bus warten. Ist aber ganz lustig, die Busstation ist so busy wie eine Bahnhof, besonders in der Früh, wenn alle mit den Park&Ride Bussen ankommen und in die Stadt stürmen.
Der Busfahrer war sehr nett und im Rückblick bin ich sehr froh, dass ich mich für den Coach entschieden habe, statt den Zug nach London und zurück nach Stansted zu nehmen. Man sieht so viel mehr, wenn man auf den Straßen fährt. Natürlich ist es nicht mehr so cool wie in (viel) früheren Zeiten, als es noch große Kutschen gab, mit ein paar „Indoor“- Passagieren (die reicheren) und welche die oben auf der Kutsche mit dem Kutscher sitzen und mit ganz billigen Plätzen in einem Metallkorb hinten. Diese Fahrten dauerten Tage, mit vielen Zwischenstationen zum Essen oder Schlafen. Meine Fahrt dauerte nur 2 ½ Stunden, aber kam, unter anderem, durch Attleborough, Middletown und Newmarket (leicht zu erkennen mit den ganzen Pferdebahnen). Zusätzlich gab es wunderbare, alte Gebäude, tolle Landschaften, einen Fasan (!!!), ein Riesenfeld voller Schweine (ich kann nicht sagen, ob sie dadurch glücklich waren, aber sicher glücklicher als nur im Stall zu stehen,) Insgesamt sind Coaches wahrscheinlich der beste Weg in England herumzureisen, wenn man auch ein wenig von dem Land sehen will. Die Zugfahrt von Norwich nach London war nie so interessant.

Am Flughafen angekommen (12 Uhr Greenwich Zeit) war der Schalter noch nicht einmal geöffnet und so durfte ich wieder einmal warten. Bei Reisen kann man das wohl einfach nicht vermeiden. Das gute an der späten Öffnung ist, dass ich später nach der Sicherheitskontrolle nicht mehr lange warten musste. Gerade Zeit zum Essen und eine Stippvisite im Restroom. (Ist euch eigentlich schon eingefallen, dass Figuren in Büchern meist nur Schlafen und Essen als Grundbedürfnisse haben?) Und dann war das Flugzeug größtenteils leer! Es wollten wirklich nicht viele Leute nach Salzburg fliegen, und von den wenigen waren die meisten deutschsprachig bzw. Österreicher. Ich wurde also schon in England daheim begrüßt. J
Auch im Flugzeug (AirBerlin)wurde mal automatisch auf Deutsch angesprochen, und das fühlt sich wirklich schräg an, wenn man die ganze Zeit Englisch spricht, denkt und schreibt (Mir fällt es gerade erstaunlich schwer deutsche Worte zu schreiben) und sich noch dazu auf englischem Grund und Boden befindet.

Während dem Flug war ich brav und habe ein wenig Hart gelesen, das ist ein britischer Rechtsphilosoph, der meint, dass Menschen das Recht nicht nur wegen der Angst vor der Strafe befolgen, sondern aus einem Gefühl der Akzeptanz und Pflicht heraus. Er ist einer der zwei Philosophen über dich ich meine Arbeit schreiben werde. Viel habe ich nicht geschafft, denn der Flug dauert gerade einmal 1 ½ Stunden von Stansted nach Salzburg.
Und dann war ich für eine Stunde wieder einmal in meiner zweiten Heimat! Von der Ferne sah ich die Festung, durfte wieder einmal eine Fahrt im O-Bus erleben (zwischen Bundesheerlern und englischen Touristen; irgendwie waren mir die Engländer sympathischer)

Und jetzt sitze ich im Zug nach St.Pölten und bemühe mich, die zwei Stunden damit zu verbringen, euch meine Erfahrungen näher zu bringen. War nicht aufregend, aber ich wollte auch einfach nur nach Hause dieses Mal. Vor Weihnachten war da durchaus der Hintergedanke, dass ich gern Zeit in London hätte. (Merke, man sollte wirklich aufpassen, was man sich wünscht, es könnte in Erfüllung gehen. Auch wenn ich mich nicht für einen Wettergott halte :D)
Um halb neun werde ich zu Hause sein, dank Oma, die mich vom Zug abholt. Das machen 11 Stunden Reisezeit, die wegen der Zeitumstellung auch noch wie 12 ausschauen!
Ich bin aber froh, zu Hause zu sein, wenn auch nur für ein paar Tage. Und die Rückreise ist zum Glück zweigeteilt; muss ja schon am Dienstag nach Salzburg und darf mich auf  einen Spaziergang freuen. (Sollte ich doch eine Wettergöttin sein, dann wünsche ich mir jetzt schönes Wetter!!!)

Habt eine schöne Zeit, bis vielleicht bald!
XO Florentina

Dienstag, 8. März 2011

caretaker

Hallo liebe Leute, ich lasse mal wieder was von mir hören.

Was ich schon seit längerem vermutet hatte, hat sich diese Woche doch tatsächlich bestätigt, meine Vermieterin sieht mich als Caretakerin des Hauses und sagt das auch zu den möglichen Nachmietern. Wie ich es vermutet habe? Nun ja, manche E-mails gingen nur an mich, ich bin so ziemlich die einzige, die sich meldet, wenn irgendwas nicht in Ordnung zu sein scheint und werde dafür durchaus belohnt -> neuer Staubsauger (der letzte war wirklich nicht mehr in Ordnung), gereinigter Filter in der Waschmaschine (was man da alles so findet), neue Matratze (*smile*) und jetzt wird auch der Boiler repariert! Das könnte leider nur auch bedeuten, dass es morgen wieder nichts mit dem Fechten wird, da ich von ihr gefragt wurde, ob ich zu Hause bin und den Reparaturmenschen reinlassen kann. Letzten Mittwoch war ich zum ersten Mal seit Wochen (nachdem ich mich endlich dazu durchgerungen hatte zur Anfängerklasse zu gehen, statt zu den Intermediate-Leuten, wie ich eigentlich sollte, aber nach 11 Wochen ist man immer noch Anfänger, denke ich) Aber vielleicht geht es sich morgen aus, alles was ich weiß ist, dass der Boilermensch nachmittags kommt, vielleicht ist er ja um 5 schon wieder weg.

Inzwischen hält mich die Arbeit schon ziemlich in Atem. Die Kursarbeit für EU Recht habe ich fast beendet, glücklicherweise, habe aber auch lang damit herumgetan und bin nicht ganz zufrieden. Zusätzlich fürchte ich, dass ich übers Wortlimit hinausschieße, und dabei sind sie hier wirklich streng. Das bedeutet kürzen, kürzen, kürzen und dabei hab ich mir solche Mühe gegeben all die netten Wörter zu finden.
Muss die Herumtüftlerei aber bald einmal aufschieben, es stehen nämlich noch Strafrechts-Kursarbeit (freiwillig, aber gute Übung für die Klausur!!! Und es geht doch nichts über Feedback) und die nette, wenn auch komplizierte Arbeit für Rechtsphilosophie. (Mein Thema ist "Ist Strafe notwendig?" und ich will von allen, die ich in 1 1/2 Wochen sehe die Meinung hören, brauche Ideen für 3000 Wörter!) Glücklicherweise werden zur gleichen Zeit die Vorlesungen und Seminare weniger, und die Auffrischungsvorlesungen mehr (auch eine Hilfe beim Lernen)

Das durchaus eigenartige ist, dass ich bemerke wie das Jahr zu Ende geht und es mich wieder heimwärts (bzw. nach Salzburg) zieht. Zur selben Zeit ein Jahr zuvor habe ich mehr und mehr Begegnungen mit englisch sprechenden Leuten gehabt oder mit Juristen, die sich mit dem Case law system auseinandergesetzt haben. Jetzt sehe ich plötzlich viele Leute, die sehr Studenten und Professoren aus Salzburg ähneln, und das ist durchaus ein deutliches Zeichen, dass mein Lebensfluss wieder von England wegfließt. Ich werde einiges hier vermissen, aber ich habe mich verändert und nehme diese Dinge einfach mit. (Leider kann man Leute nicht so einfach in den Koffer packen)

So, das war's einmal wieder. Ich freue mich auf alle, die ich nächste (!!!!) Woche sehe (oder übernächste, hoffe nur das Wetter ist am 22. in Salzburg nett genug für einen Spaziergang!)
Habt eine schöne Zeit
XO Florentina

PS: Gabi, ich weiß nicht, ob ich noch dazu komm meinen Brief rechtzeitig abzuschicken, wollte aber sagen (falls Mama es noch nicht getan hat), dass ich in Bezug auf Torte/Kuchen oft eher die ganz einfachen Sache lieber hatte. Oft eher Kuchen, als cremige Torten. (Deshalb mag ich wohl englische Brownies, Cupcakes und Shortcakes auch so.) Kann aber keinen definitiven Wunsch äußern (weil kein Favorit) und lasse mich viel zu gerne überraschen!!!

Sonntag, 20. Februar 2011

Wie in der Schule

Hallo ihr Lieben,

Ich weiß, es sind wieder Wochen vergangen seitdem ich zum letzten Mal geschrieben habe, aber es fühlt sich hier wirklich an, als wäre ich wieder in der Schule und die Lehrer versuchen noch alles mögliche in uns hineinzupressen, bevor es in die Ferien geht. Glücklicherweise haben sie aber in dem Fach in dem ich nur eine Arbeit schreiben muss auch schon das Thema ausgegeben und ich werde mich in den nächsten zwei Wochen daran setzen die max. 3250 (inklusive Fußnoten) abzutippen. Sie sind sehr nett, denn der erste Teil ist genauso wie die freiwillige Kursarbeit, die ich im Herbst geschrieben habe! Mit ein paar Verbesserungen (und Namensänderungen) kann ich es im Prinzip genauso reinschreiben und dann ist die Hälfte der Arbeit nicht nur positiv, sondern erstklassig! :) An der anderen Hälfte muss ich noch haben, das bedeutet 60 Seiten neben dem Rest lesen. :(

Das ganze würde bedeuten, dass heute ein sehr intensiver Lerntag sein müsste. Aber ja, was soll man sagen... Gestern war Nelsons Geburtstag und ich hatte ihm schon vor einem Monat versprochen mit ihm und den anderen auszugehen. Ungewohnt das von mir zu hören? Kann ich glauben, ist auch das erste Mal, das ich in die Clubs gehe seit ich in England bin.
Der Anfang war sehr lustig, Owen (Bruder von Justine, meiner Lehrerin im Sprachurlaub mit Judy am Anfang meines Englandaufenthalts) ist gefahren und nach mir mussten wir noch zwei andere abholen (was die Kapazität des Autos überstieg, was die Polizei nicht weiß, macht sie nicht heiß?), die einigermaßen schwer zu finden waren. Nelson hat inzwischen einen anderen am Telefon hingehalten, der schon dort war und schlussendlich 40 Minuten warten musste. Am Ende waren wir alle fröhlich zusammen und sind in den (ihrer Meinung nach, habe keine Vergleichsmöglichkeiten) besten Club der Stadt gegangen, ins Mercy.
Es ist einfach riesig, hat mehrere verschiedene zueinander offene Etagen, Tanzfläche ganz unten, zwei Bars, Videowände, blitzende, herumschwirrende Lichter, Nebelmaschine, Seifenblasen (!) und, natürlich, sehr laute Musik. Zu Beginn (um 11) waren nicht extrem viele Menschen da, aber selbst nach Mitternacht konnte man noch überall hingehen und im Prinzip war nur die Tanzfläche sehr voll. Ich glaube, nicht einmal an der Bar waren lange Schlangen, in diesem Sinne also ganz anders als die Studentenparties die ich ausprobiert und wieder gelassen habe. Ein weiterer Unterschied war die Ausgabe von echten Gläsern. Anfangs war ich davon beeindruckt, kommt ganz anders rüber, wenn man ein Glas und keinen Becher zum Trinken kriegt, aber später konnte ich nur den Kopf schütteln. Die Gäste auf der Tanzfläche stellten die Gläser an irgendeiner erhöhten Fläche ab, andere stießen sie aus versehen um, wobei nicht alle zu Bruch gingen, aber dafür dann Flaschen und Gläser auf dem Boden herumrollten, während alle dort tanzten! Aber die wenigsten schienen sich daran zu stören und ich konnte leider auch nicht über die Tanzfläche laufen und Gläser aufsammeln, obwohl ich es gern getan hätte.
So habe ich mich aufs Tanzen verlegt und ich gebe zu, dass ein wenig Alkohol im Spiel war, um lockerer zu werden, besonders zu Beginn, als noch nicht so viele Leute da waren. Aber zur Beruhigung etwaiger besorgter Gemüter: Da ich das Gefühl des Beschwipst-/Bedrunken-seins nicht wirklich mag, hab ich nach einem Sektglas, einem blauen, extrem süße Irgendwas und zwei Gläsern Wein strikt "Nein" gesagt, als Nelson mir noch ein Glas Wein besorgen wollte. Es half durchaus, dass der Wein nicht gerade einer der besten war, aber die wenigsten werden dort Wein trinken. Für mich ist das viel, will ich nur anmerken. Jedenfalls war ich danach lockerer beim Tanzen und es hat wirklich Spaß gemacht. Bis auf Nelsons Beharren, dass Graham (ein weiterer von Justines Brüdern) neidisch ist und ihn dauernd weggeschickt hat, wenn er in unsere Nähe gekommen ist (ich möchte anmerken, dass die beiden beste Freunde sind) Es ist nicht gerade lustig, wenn man Gegenstand eines (wenn auch nicht sehr ernsten) Streits ist und dann (typisch ich) versucht die Wogen wieder zu glätten.
Kleine Anmerkung am Rande: Wieder einmal nein, da ist nichts mit einem der beiden, wieder nur gute Freunde mit denen man echt Spaß haben kann und die es verstehen zu tanzen!
Irgendwann, viel viel zu spät, war es mir schließlich genug und ich meinte, ich würde gehen und bräuchte das Ticket für meinen Mantel. Nelson meinte wir sollten noch bleiben, aber durch die ganze laute Musik war mein Gehör schon so beeinträchtigt, dass ich nicht wirklich verstand warum (wie sich herausstellte, hat der Club wenig später zugemacht) Schließlich hat er aber klein beigegeben, ist aber selbst noch geblieben. Owen (der den ganzen Abend nichts getan hatte also herum zu stehen und zu schauen, und nichts zu trinken) und Graham haben gleich gemeint, sie würden mich heimbringen. Ich war durchaus darauf eingestellt, ein Taxi zu nehmen, aber die Variante war sehr nett.
Schlussendlich haben mir Nelson und einen Karton Hühnerbeine doch noch mitgenommen, wobei wir in meinem Haus gegessen haben. Eugene war glücklicherweise gerade erst am Schlafengehen und Levana und Charlotte sind für ein paar Tage heimgefahren (diese gemeinen Menschen haben schon wieder Lesewoche!) Das Essen hat nicht lange gedauert, dennoch war es vier, als ich im Bett lag und wie das bei einer Mischung aus Flo und Alkohol ist, war an langen Schlaf nicht zu denken und so sitze ich hier um 10:35 (meine Zeit) und beende einen langen, langen Blogeintrag. (immerhin konnte ich bis neun Uhr schlafen und heute heißt es früh ins Bett!)

Ich wünsche euch eine schöne Zeit und freue mich schon auf die, die ich in einem Monat in Österreich sehe!
XO Florentina

PS: Kleiner Blumengruß (soweit ich weiß ist es daheim kalt und winterlich)

Freitag, 21. Januar 2011

Wieder da!

Hallo!

Es ist wirklich schon eine Ewigkeit seit meinem letzten Post vergangen, ich weiß. Aber dazwischen war fast ein Monat Weihnachtsferien, die ich daheim verbracht habe, und wollt ihr wirklich wissen, wie anstrengend die zwei kleinen Monster sein können?
Ich sage gerne, dass ich es sehr genossen habe, wieder einmal zu Hause zu sein. Aber ich bin auch sehr gerne wieder hier in Norwich.

Am Samstag kam ich abends an, gerade noch früh genug, um noch einkaufen zu gehen. Natürlich kann man hier in England auch Sonntags einkaufen, aber so war es doch viel gemütlicher. Im Prinzip bin ich ein Gegner der Sonntags geöffneten Geschäfte, aber man gewöhnt sich wahnsinnig schnell an ein solches Verwöhnen. Ich kann nur von Glück reden, dass ich nicht auch einen 24 Stunden Supermarkt in der Nähe habe, denn sonst würde ich absolut nicht mehr planen. :-)

Nun, der Sonntag war schnell vorbei und Montags ging es um 9 Uhr Früh wieder mit dem gewohnten Stundenplan los. Fast habe ich gehofft, nicht schon so früh anfangen zu müssen, weil ich die Abkürzung des Gebäudes nicht kannte, die im Stundenplan angegeben wurde. Aber nein, mein Professor schaut sogar Sonntags in seine E-Mails und schreibt brav zurück. War also brav in der Vorlesung. Durchaus interessant, beginnen gerade mit Patentrecht, aber nachher war ich geschlaucht. Fast ein Monat ohne Englisch wirken sich ziemlich schnell auf die Konzentrationsfähigkeit aus.
Da Montag der Tag mit drei Vorlesungen ist, ging es weiter mit Strafrecht und EU Recht. In Strafrecht war wieder ein mal ein neuer Vortragender da (wir haben 3 verschiedene) und versuchte uns den Diebstahl näher zu bringen. Leider war diesmal kein Ioan dabei, mit dem ich danach über diese Absurditäten reden konnte. (Wie ich später erfahren habe, musste er noch last minute Arbeiten an seiner Kursarbeit einschieben, und die sind immer um 3 Uhr Nachmittags spätestens abzugeben)
EU Recht war auch jemand Neues. Sie ist sehr organisiert, schaut aber auch ziemlich gelangweilt aus. Habe sie jetzt auch in meinen Seminaren, hoffe also, sie macht es gut.

Ach ja, habe zwei meiner Kursarbeiten zurückbekommen:
Habe auf EU-Recht 64% und auf Strafrecht 72!!! (Ich weiß nicht, ob ich es jemals erwähnte, aber das ist eine verdammt gute Note, nur selten kriegt man hier mehr.) Intellectual Property Law lässt noch auf sich warten, aber das war auch erst am letzten Semestertag einzureichen und mit 2500 Wörtern die längste Arbeit. Keine Ahnung, ob ich mich je darüber ausgelassen habe, aber hier in England herrscht der merkwürdige Brauch der maximal Wortanzahl, man bekommt Punkte abgezogen, wenn man zu viel schreibt. Allerdings soll man so nah wie möglich heran kommen. In Strafrecht hatte ich exakt 1400 Wörter ;-) aber in EU-Recht weniger als die Maximalzahl und wurde im Feedback darauf hingewiesen, dass ich ohne Probleme noch mehr hätte schreiben können. Ich habe einmal nachgefragt und mir wurde gesagt, man solle erst einmal zu viel schreiben und dann kürzen, aber hey, ich bin kein Muttersprachler,  für mich ist das nicht so leicht.

Nach einem langen, anstrengenden Montag war der einzige Lichtblick der Fechtkurs abends. Eigentlich hätten wir nur von 7-8 Uhr gehabt, wir konnten aber auch länger bleiben und niemand ist von den Anfängern gegangen, also haben wir dann alle gegeneinander gefochten, bis 10 Uhr!! Auch wenn einem teilweise wirklich alles wehtut, (haltet mal euren Arm ausgestreckt, während euer Gegenüber Übungen mit dem Florett macht) ist das fechten einfach großartig. Ich würde nächstes Jahr in Salzburg wirklich gerne weiter tun und hoffe der Trainer am USI ist gut.

Der Rest der Woche war vor allem dem Wiedereingewöhnen vorbehalten.
Mittwoch Abend aber bin ich mit Ioan ins Kino gegangen. Wir haben uns King's Speech mit Colin Firth angesehen. Ich weiß nicht, wie er auf Deutsch heißt oder wann er in Österreich zu sehen ist, aber seht ihn euch an, das ist ein wahnsinnig guter Film. (Obwohl eine der besten Szenen auf Deutsch nicht rüberkommen wird. Denn was macht es für einen Sinn, eine Hitlerrede zu übertragen und dann auf Deutsch zu fragen, was der da redet. Das ist wirklich nur auf Englisch nachvollziehbar. Ich war wahrscheinlich die einzige im Kinosaal, die es verstanden hat)
Oh, ich weiß, manche werden jetzt denken, was schreibt sie da über den Film, wir wollen wissen, was mit Ioan ist. Mal zur Klarstellung: Deutet da nicht mehr hinein, als ist. Er ist ein echt guter Freund, ich genieße seine Gesellschaft und ich kann neben ihm reden wie ein Wasserfall (nicht viele von euch werden wissen, dass ich dazu überhaupt im Stande bin) Es war großartig ihn wieder zu sehen, und wir haben die ganze Werbung hindurch gequasselt und erst bei der Vorschau für Black Swan gestoppt (könnte sein, dass ich den Film ansehe, bin mir aber nicht sicher. Ich stimme mit Ioan überein, dass der Film echt "greepy ist) Leider war dann nicht mehr viel Zeit zu reden (wir haben uns auch nach dem Film ziemlich schnell getrennt, mussten heim, waren nämlich in der 20:40 Vorstellung und nächsten Tag war Uni), aber es ist cool endlich mal wieder mit wem im Kino gewesen zu sein, der nicht wie hypnotisiert im Sessel sitzt, sondern auch einmal mit einem gemeinsam lacht oder den Kopf schüttelt. (Danke Steffi und Verena, dass das mit euch möglich ist!!!)

Gut, die letzten zwei Tage waren wieder Routine, außer dass sich Levana gestern aus Versehen aus ihrem eigenen Zimmer aussperrte (besser gesagt ihre Freundin, indem sie die Tür hinter sich zuzog und irgendwie das Schloss eingerastet ist) Erst war sie ganz verzweifelt, aber ich meinte sie sollte unsere Vermieterin anrufen. Die war kurz verwirrt und dachte, Levana wohne in meinem Zimmer, hat aber dann den Schlüsseldienst (oder Locksmith, was ich netter finde) angerufen. Der hat nach langem Herumfuhrwerken die Tür aufbekommen und Levana musste sich schlussendlich 30 Pfund von mir leihen (Hat nämlich 45 Pfund gekostet, ich hoffe, das Geld bald zurückzubekommen, ist schließlich nicht gerade wenig)

Oh, und mein Nachbar hat mein Fahrrad aufgepumpt. Eigentlich wollte ich gestern nur schnell seine Pumpe ausborgen, als ich gemerkt habe, dass ich zu wenig Luft im Vorderrad habe, aber er hat die Arbeit gleich erledigt. Habe dabei erfahren, dass sein Vater einer der Jusprofessoren an der Uni war, jetzt aber in der Schweiz lebt. Ist die Welt nicht klein? :-) (Der Vater meines Nachbarn ist jetzt fast mein Nachbar *gg*)

Tja, das waren auch schon die Highlights, mal sehen, was das Wochenende so bringt.
Ich wünsche euch eine wunderbare Zeit
XO Florentina

PS: Manchen von euch hatte ich versprochen einen Blogeintrag zu meinem Londonabenteuer reinzustellen, aber nach einem Monat kommt mir das langsam unsinnig vor. Entschuldige mich also für das nicht gehaltene Versprechen.