Sonntag, 3. Oktober 2010

Lerntag

Hallo!

Heute war es wahrlich nicht aufregend. Ein ganz normaler Arbeitstag, wie noch viele folgen werden.
Nach dem Ausstehen habe ich schon ein wenig zusammengeschrieben und dann erst gefrühstückt. Da ich weiß, dass ich immer lernfaul bin, wenn ich etwas gegessen habe.
So war es auch, ich habe ein wenig im Internet herumgesurft, bevor ich mich gezwungen habe, weiterzumachen.
Ich musste es noch nicht haben. In Wahrheit ist das heute wahrscheinlich das erste Mal, dass ich mich derart früh auf eine Stunde vorbereitet habe. Aber mir ist auch bewusst, dass es in den nächsten Wochen sehr oft knapp werden wird.
Ein Tag hat 24 Stunden und im Prinzip sind von den 168 Stunden der Woche maximal 14 Stunden an der Uni, trotzdem scheinen die Tage nicht genügend Stunden zu haben.
Erstens fangen sie viel später an der Uni an. Als fauler Frühaufsteher hat man da schon mal um einige Zeit weniger.
Zur Begriffserklärung: ich stehe gerne früh auf, aber nicht immer will ich in der Früh gleich mit dem Arbeiten anfangen. Vorlesungen um acht in der Früh sind da eine große Hilfe, da muss man dann aufmerksam sein.

Wahrscheinlich mache ich gerade viel Lärm um nichts. Schließlich ist gerade einmal eine Woche vergangen (auch wenn sie sich wie eine Ewigkeit anfühlt) und ich werde mich einarbeiten und einen Rhythmus finden. Es ist nur schwer das zu tun, wenn alles so schleichend beginnt und so viel nicht funktioniert.
So wurden zB schon wieder alle meine Module außer EU Law gelöscht, ich habe also keinen funktionierenden Stundenplan zur Zeit. Dabei haben sie am Freitag stolz die E-Mail ausgeschickt, dass sie ihre Arbeit daran jetzt vollendet haben und alles funktionieren sollte. Tja, was soll man sagen. Ich weiß auch nicht wirklich, wie man damit so viele Probleme haben kann. So viel ich weiß, hat die Uni Salzburg auch gerade ihr System umgestellt, als ich anfing und es lief alles wie am Schnürchen.
Wie auch immer, ich werde jedenfalls morgen wieder einmal bei ihnen vorbeischauen (so wie fast jeden Tag letzte Woche). Sie sind immer sehr nett, aber echt, ich will nicht unbedingt Dauergast sein.

Zusätzlich darf ich dann morgen wohl auch noch einmal meinen Fahrradsattel umstellen gehen.
Warum? Nein, ich habe nichts getan. Aber Lévana hat sich mein Rad ausgeborgt, obwohl sie wusste, dass es ihr zu hoch war (sie war spät dran zu Badminton und ich bin immer noch zu nett) und was tut sie???? Geht zum Securityteam und lässt sich den Sattel ein kleinwenig niedriger machen. Ich bin neugierig, was für sie ein bisschen ist, schließlich ist sie fast einen Kopf kleiner als ich, und selbst ein bisschen sollte für sie noch zu hoch sein.
Am liebsten hätte ich geschrien! Aber ich schreie ja nicht, oder nur sehr, sehr selten. Das wäre einer der perfekten Momente dafür gewesen.
Sie meinte auch, sie könnte es morgen wieder umstellen lassen. Nur ratet mal, ich muss morgen dann trotzdem mit einem zu niedrigen Sattel zur Uni fahren. Aahhh!
Okay, vielleicht ist es nicht schlimm, doch die andere Höhe war perfekt. :(

Irgendwann kann es durchaus sein, dass mir der Kragen platzt mit ihr, aber sie merkt gar nichts, denkt scheinbar nicht, ich weiß es nicht.
Und sie ist die ganze Zeit durchaus sehr nett, teilte ihre Pizza heute Abend mit mir, daher musste ich zum Glück nicht kochen. Aber nett sein und absolut unbewusst Blödsinn tun...
Können Menschen nicht ein wenig mehr Achtsam sein? Ist eine Messerspitze schon zu viel verlangt?

Nun, immerhin ein wenig Aufregung an meinem Tag, was? :)
Da ich außer Rechtsphilosphie, dem Abtippen meiner Mitschriften und ein wenig Leseproben im Internet lesen nichts getan habe, kann ich auch nicht mehr so viel berichten.

Ich hoffe, ihr habt im Moment keine unachtsamen Menschen um euch herum, auch wenn man vor denen nie sicher ist.
Bis bald, morgen ist ja wieder mal Uni.
XO Florentina

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