Dienstag, 7. Dezember 2010

Versprochenen Cambridge Fotos

So, endlich komme ich mal dazu. Dafür musste ich aber einen Kurs schwänzen. :D
Nein, habe zwar geschwänzt, aber aus einem viel, viel wichtigeren Grund. :) Ich habe nämlich heute Weihnachtsessen mit meinem Fechtklub!!!
Wichtig oder nicht: essen ist wichtig, Leute besser kennen lernen ist auch wichtig, oder nicht?
Nehme sogar extra ein Taxi, weil bei minus 5 Grad die Fahrradschlösser gefrieren. Ist mir heute passiert, musste erst einen Becher heißes Wasser um 20 Pence kaufen und dann bei der Security um einen zweiten bitten, weil ein Becher heißes Wasser nicht genug zum Auftauen war.
Bin aber extra zu meinem Lieblingsradgeschäft, dort haben sie Enteisungszeug draufgesprüht, also sollte es in Zukunft ein bisschen besser gehen.
Nun, hoffen alle auf baldige Wärme, including me (Globale Erwärmung klingt zur Zeit gar nicht so schlecht)

Aber hier mal die Fotos:

Corpus Christi College (erstes nicht von Adeligen gegründete College, sondern von den  Bürgern der Stadt)

Ältester Turm von East Anglia, gehört zum alten Teil des Corpus Christi Colleges.

Bibliothek eines Colleges,  dessen Namen ich vergessen habe. Es wurde von einer reichen Lady gegründet (In einer Zeit zu der noch keine Frauen studierten)

Kings College (da haben sich Henry VI bis Henry IIX ausgetobt und es ist wirklich riesig)

Dining Hall im College dessen Namen ich vergaß, manchmal formelle Dinner, wo alle in ihren Roben erscheinen müssen. (Wo sind wir, in Hogwarts?)

Ich mit den zwei Mädels mit denen ich unterwegs war vor der Kirche des Kings College

Würde gerne wissen, ob die anderen Übersetzungen auch so gestelzt klingen.

Einfach ein total nettes Haus.

So, das war zwar nur eine kleine Auswahl, aber ich kann auch nicht zu viele hochladen. Ist eine sehr schöne Stadt, aber ich würde dort nicht studieren wollen. Die Studenten haben nicht einmal eigene Kochmöglichkeiten! Ich persönlich will nicht ständig Kantinenessen essen.

Ich hoffe, ihr habt eine schöne Zeit, erfriert nicht (so viel ich weiß, ist es in Österreich viel kälter)
XO Florentina

PS: Kleine Erinnerung, in 11 Tagen bin ich daheim!!!

Dienstag, 30. November 2010

England und der Schnee

Hallo!

Wie schon im letzten Post mitgeteilt, gibt es in England Schnee.
Was nicht erwähnt wurde, sind die Probleme, die er verursacht. Für Menschen, die jedes Jahr viel mehr Schnee erleben (ich denke, wir haben zur Zeit 5 cm), sind es lachhafte Probleme. Man muss aber dennoch damit leben, solange man hier ist.
1. Viele Schulen sind wegen dem Schnee geschlossen. Der Grund: Wenn die Kinder ausrutschen und sich verletzen, könnte die Schule verklagt werden.
2. Nur auf den Hauptverkehrsstraßen wird Salz gestreut, alle anderen Straßen werden weder geräumt noch wird irgendetwas gestreut. Stellt euch diese Rutschpartie vor.
3. Consequently: Alle Fahrzeuge fahren im Schneckentempo. Gestern habe ich eines gesehen, dass ich, glaube ich, sogar zu Fuß hätte überholen können. (Weiß aber auch nicht, ob sie Winterreifen haben)
4. Consequence number 2: Viele Fahrradfahrer (von denen, die verrückt genug waren mit dem Fahrrad zu fahren. Man zähle mich bitte dazu) rutschen aus und fallen auf die Nase. Man zähle mich wiederum dazu (allerdings habe ich einen ziemlich eleganten Kniefall hingelegt) :)
5. Einige Kurse an der Uni fallen aus ungeklärten Gründen aus. Schnee?
6. Einige Studenten bleiben zu Hause und trauen sich anscheinend nicht aus dem Gebäude, sodass viele Kurse nur halbbesetzt sind.
7. Dass Schnee etwas Eigenartiges hier ist, merkt man daran, dass die Leute stehen bleiben und Fotos machen (kein Problem, aber sieht man das in Österreich so oft? Touristen in Sbg. mal ausgenommen)
8. Die Stromversorgung ist eindeutig nicht auf Kälte eingestellt, hatten gestern Abend großen Stromausfall. Ist aber eine gute Ausrede, um Schlafen zu gehen. ;)

So, ich glaube, das war alles, was mir in den letzten Tagen so aufgefallen ist. Muss jetzt leider etwas arbeiten, da es gestern Abend nicht mehr ging. :)
Zuerst aber noch ein paar Fotos von Schnee im Earlhampark (Cambridge kommt später)

Kleines Panaroma von Earlhampark

Die Sonne kommt raus

Da hat sich ein wenig Farbe eingeschlichen

Hier wieder in elegantem weiß

So, ich wünsche euch eine schöne Zeit, genießt den Schnee (zumindest in Österreich weiß ich, dass viel liegt)
XO Florentina

Freitag, 26. November 2010

Versprochene Fotos

So, hier mal Fotos vom Burning of the Guy. Ich weiß, ist fast ein Monat her, aber die Fotos sind immer noch nett und bei mir folgt eine Kursarbeit der nächsten. Kaum höre ich auf für eine zu arbeiten, darf ich mich auf die nächste vorbereiten und sitze bald wieder am Computer, um mir den Kopf fusselig zu schreiben.
Macht aber auch voll viel Spaß, und man lernt so viel mehr, wenn man sich wirklich damit beschäftigen muss. Seminare sind ja ganz nett, da muss man auch immer was tun und bespricht es, aber mit der Zeit weiß man, wie viel oder wenig man tun muss, vor allem, wenn man nicht gerade viel Zeit hat.

Aber hier mal die Fotos:

Wunderbares Feuerwerk Nummer 1

Wunderbares Feuerwerk Nummer 2

Der brennende Guy Fawkes. Ich weiß, es ist nicht viel zu sehen, aber fotografiert mal Feuer im Dunkeln!

Zu dem Feuerwerk: Das war sogar mit Musik hinterlegt und wirklich genau abgestimmt. Hat ewig gedauert, ich will also nicht die Kosten wissen und auch nicht, wie viel Müll aufgesammelt werden musste.

Beim nächsten Mal gibt's Fotos von meinem Ausflug nach Cambridge. Ist echt eine coole Stadt, ich würde aber nicht dort studieren wollen. Mein (vielleicht) Master wird also woanders gemacht. Außerdem finde ich es sehr schräg, dass internationale Studenten über 10.000 Pfund Studiengebühren im JAHR zahlen müssen.

Habt eine gute Zeit, freut euch auf Weihnachten!!!
XO Florentina

PS: Entgegen aller Erwartungen gibt es in England SCHNEE!!! Riesige Flocken, und der bleibt sogar ein wenig liegen. :)

Samstag, 13. November 2010

Just a short HELLO!!!

Hi!

Just wanted to tell you, I am still living, eating, sleeping, working, cycling, listening and talking here in Norwich. :D
My wonderful teachers are so kind to provide me with questions for two formative courseworks at the same time, so I am a little bit in a hurry, but somehow everything will be ok, I am sure of it!
Last week I was at the Burning of the Guy. For all of you, who don't know what this is, look it up, it's amazing! (It's a good thing to have google!!)
I will upload some pictures of it soon.

Have a nice time!!!
XO Florentina

Sonntag, 31. Oktober 2010

Halloween!!!!

Hallo!

Sind bei euch brav ein paar verkleidete Kinder unterwegs und wollen Süßigkeiten?
Bei mir zur Zeit nicht, dabei hatte ich mich so schön vorbereitet. :(
Ist auch schon 21:11, also wird's wohl nix mehr. Echt blöd.
Aber das Vorbereiten hat dennoch Spaß gemacht. Habe zum ersten Mal in meinem Leben einen Kürbis ausgehöhlt und ein Gesicht hineingeschnitten. Er steht jetzt draußen vor dem Haus und leuchtet in die Nacht hinaus. :)
Habe auch eine Riesenbox Süßigkeiten gekauft, 850g Celebrations. Ich liebe England, man kriegt so viele tolle Sachen hier. Und Schokolade wird zum Glück nicht schlecht. So bleibt es eben Hausschokolade für alle. ;)
Aus dem Inhalt des Kürbisses (kein Zierkürbis hier, sondern ein essbarer Kürbis wird ausgehöhlt) habe ich dann 2 Liter Suppe gemacht und viel Lob erhalten!!! (Das freut die Seele der Köchin)

Hier ein paar Fotos:

Mein lieber, lieber Kürbis. (Harte Arbeit macht sich bezahlt)

Meine Errungenschaften (Kerne werden gebacken, muss aber Eugene noch fragen, wie man das macht)

Hier mein Kürbis vor unserer Haustür. Ein bisschen klein, ja, und am Boden sieht man ihn nicht so gut, aber er leuchtet ganz schön hell!!!

So, das war's auch schon wieder für heute.
Genießt die Woche, und gruselt euch nicht zu sehr heute Nacht!!!
XO Florentina

Samstag, 30. Oktober 2010

Glück

Hallo, Leute!
Ich schreibe heute einmal obwohl ich arbeiten sollte, daher nur kurz.

Gerade habe ich gemerkt wie viel Glück ich doch habe. Wie?
Nun, ich habe zwar ein viel zu teures Secondhand-Rad von der Uni gekauft. (Es greift sich so ziemlich jeder hier an die Stirn, wenn ich den Preis nenne, aber ich denke, es ist es wert, da ich mich am Ende meiner Zeit hier nicht um den Weiterverkauf kümmern muss) Und ich habe mich nachher ein wenig geärgert, da Lévana das Rad in der Gartenhütte benutzt und somit eigentlich nur für die Reparatur der Bremsen zahlen musste (keine Ahnung, wie viel das ist) Aber nun, kann ich mir zu meiner weisen Entscheidung nur auf die Schulter klopfen, denn morgen kommt die Besitzerin des Fahrrads und nimmt es mit. Ich hätte mit dem Rad in der Hütte also nicht lange eine Freude gehabt.
Ich danke also meinem Engel oben im Himmel für das viele Glück im Leben. (Irgendwer muss dafür verantwortlich sein)

Hoffe, ihr könnt euch auch über euer Glück im Leben freuen.
XO Florentina

PS: Hier ein kleines Bild von unserer Regenrinne. Sollte eigentlich nicht so aussehen, aber ich finde es hübsch.
Ein bisschen dunkel, aber man sieht unsere Hauspflanzen doch! :)

Montag, 25. Oktober 2010

Spinnen

Hallo!

Nur ein kleiner Eintrag, da ich gerade einen Artikel über Same sex marriages für meine formative Coursework lesen sollte. Ich bin schon fast fertig, also kann ich mir zum Glück Zeit nehmen. Morgen wird dann an den 1200 Wörtern geschrieben. Ich kann nur hoffen, dass ich schnell fertig werde, denn die Vorbereitung auf die Seminare nächste Woche wartet schon und ich möchte nicht wieder so viel Stress bekommen wie letzte Woche. Musste das Wochenende ein wenig faulenzen, um wieder Energie zu tanken.
:D

Aber nun zum eigentlichen Thema: Spinnen
Davon gibt es hier unglaublich viele, ich habe noch nie so viele Spinnen gesehen wie in Norwich. Und dabei kann man wahrlich nicht behaupten, dass Schrambach Spinnen frei wäre. Aber in meiner ein Jahres Heimat sind sie einfach überall. Große Spinnen, Minispinnen, dicker Körper, kleiner Körper mit langen Beinen. Wahnsinn! Echt keine Stadt für Arachnophobie.
Das beste, sie lassen sich auch nicht von der Kälte abschrecken, sondern spinnen weiter ihre Netze.
Einmal musste ich schon ein wunderbares Netz (ich mag zwar keine Spinnen, aber ihre Netze sind sehr schön) zerstören, weil es genau zwischen unserem Haus und dem Gartenhütterl mit meinem Rad gespannt war.
Und gerade eben hat sich eine Babyspinne direkt vor mir von der Zimmerdecke abgeseilt und wollte auf mein Bett. Das konnte ich auch nicht zulassen. Also wurde die Spinnwebe geschnappt, das Fenster aufgemacht und die Spinne hinausgeschmissen. Ich hoffe sie überlebt, aber so unangenehm es sich auch anfühlte dieses kleine Tier in die Kälte hinauszusetzen, wäre es doch nicht möglich gewesen mit ihr das Bett zu teilen. :)

Ich hoffe, die Spinnen bei euch lassen euch in Ruhe!
XO Florentina

Freitag, 22. Oktober 2010

Just to let you know

Hi you!

I am still alive!
Surprising? No, not really, I know, I just wanted to let you know that the Seminars aren't fatal. In fact, it was quite interesting and I was brave enough to talk a bit and ask questions. Nick, I have him in 3 seminars and one lecture, is very nice, a post-graduate student and Brigitte, my Family Law teacher, liked that I was so good prepared. :)
So, all the work was good for something. Next week won't be as exhausting, but I have to write my first formative coursework. (I probably start today) And in a fortnight seminars again. I don't think that my life is boring at the moment.
A lot of Erasmus students have problems because of all the reading we have to do. I actually like that part. I am not fast, but most of the books are written in a very nice style and very interesting.

We also got the new vakuum cleaner yesterday, thus I can clean my room eventually. The old one stank horrible and made a very loud noise. I e-mailed my landlady and she bought a new one. I think that's very nice of her (I don't think she has to do it).
Here a foto:
Very spacy, isn't it? I like the colours.


That was a short form of the past week.
I heard that you have already snow in Annaberg. Here is it cold, but no snow, surprisingly. :D

I will go for a swim now.
I wish you a nice day!!!
XO Florentina

Montag, 18. Oktober 2010

Working mode

Hey everyone!

You have maybe noticed that I didn't write anything yesterday.
That's because I have loads of work and don't want to sit in front of my computer another minute afterwards.
So, I want to announce that I will keep this blog in a "working mode" from now on: I write when something interesting happens AND I have time and energy to write.
Don't look everyday, you will only be frustrated.

Have a great time!!
XO Florentina

Samstag, 16. Oktober 2010

Not too bad

Hello everyone, I will try it in English once again.
And I must tell you, it's not easy to find a title every single day. Today it is very difficult because nothing special has happened. So I remembered the very nice phrase I learned hear in England. It is used when someone asks you how you are. "Oh, actually, not too bad." I think it's a variety of "fine", "okay". But I have written enough about these rhetoric questions.

So, what happened (or not happened) today:
It started with EU Law. As I said yesterday I haven't had much to read, but it was boring. I hope that it will be better sometime in the future. At least I know that I don't want to work for the EU. Although they might have interesting aspects too.
Sometime I was finished with it. "Wohooo!" I have to answer the question, but for the next two days I don't have to look at it.

Since I worked quite well I didn't want to start with Criminal Law immediately. And fortunately was the weather better than predicted. It was quite sunny, even though a little bit chilly. But it's never too cold, you only wear too thin clothes, isn't it?
I didn't wear too thin clothes. I am maybe a little bit stupid sometimes (like sleeping with wet hair), but I know how to treat me when I am a little bit ill. So I dressed in many layers and cycled to town. To go by bike has two advantages:

  1. I am faster because it isn't as steep as it looks.
  2. I am not able to buy as much as when I walk because I have only my little basket and my backpack.
Firstly, I went to the music shop again and got one of the music books for my violin lesson. Really difficult pieces of music in there, I must say. The other one (Mozart duets, but easy ones) wasn't there, so they will order it and call me as soon as they get it, probably Tuesday.
Then I cycled a little bit of my way back because I knew it is not a good idea to cycle through the centre on a Saturday and so I left my bike on I nice spot just a little bit outside. It's practical because there are places where I can lock it and I don't have to worry about all the people walking around.

The next things I had to get were CDs, plastic pockets (= Klarsichthüllen) and a pen to write on the CDs. Why? Because that's the way I have to hand in my course works: I have to print it out, but I also have to copy it on a CD because they want to test if it is plagiarism. A little bit complicated as most of the procedures here in England. Surprisingly, you get used to it with a little bit of time.

Luckily, I also got gloves and a bandana thing in a nice outdoor shop. (A different one) It gets really cold when you go by bike, especially on the fingers and ears. But now I am equipped.
I ate at Wox (you remember? my favorite chinese take-away), better to say, I ate on the opposite side of the street on a nice bench because inside it was too full and it was nice and sunny outside.

My last quest was a pair of boots. I don't really need it yet and I am not sure if I will need it, but here in England it is more a accessory to wear boots. Everyone does and I don't know why. I won't do it now, it's not cold enough (although it will be colder next week), but you never know, do you?
However, I tried and tried and tried, I didn't look at the price or the style or the colour or the brand. Nothing, the best pair was in a really expensive boutique, but they had high heels and I am not sure if I can cycle with them, so I went with empty hands. It was a really nice day in town, but my unability to find a pair of fitting boots shadowed all of it. I want to have a Köstinger here in England!!! Or a shoe shop with really nice and experienced staff. Or a shop were I don't have to ask for this pair in my size all the time, it's so annoying!

Since I wasn't lucky enough, I went home and actually began with Criminal law. Despite it isn't really new yet, it is quite interesting and I have to learn a lot of new words. Tomorrow I will hopefully finish it during the morning hours because I want to begin with the questions and I have to read a little bit about natural law until Thursday. That's the main plan for tomorrow: Working, working, working.

I hope you will have nicer things to do on your Sunday!!
Enjoy the rest of your weekend!
XO Florentina

PS: It gets indeed easier and easier to write in English! :)

Freitag, 15. Oktober 2010

Lachen

Willst du Gott zum Lachen bringen, dann erzähl ihm von deinen Plänen.

Ich war schon immer der Meinung, einen perfekten Hofnarren abzugeben, ist das Pläne schmieden doch ein vielgeliebtes Hobby von mir. Und wie oft kommt dann alles anders.

Was ist heute anders gelaufen?
Nun, ich bin gestern früher schlafen gegangen, wie geplant. Lag dann aber mitten in der Nacht dank einer laufenden Nase wieder munter im Bett. Schlussendlich gab ich nach und verwendete den Nasenspray. Ich hätte es eben besser wissen sollen, als mit feuchten Haaren schlafen zu gehen.
Daher wurde der Plan um sieben aufzustehen wieder umgeworfen. Bei Schnupfen muss man seinen Schlaf ausnutzen solange es geht.
Zweiter Plan "Schwimmen" auch fallen gelassen. Auch wenn Bewegung gut ist, nasse Haare sind es nicht.
Nun, was soll's, so hatte ich mehr Zeit mich dem EU Recht zu widmen, was ich auch brav getan habe. (Wenn auch zur gleichen Zeit mit Steffi gechattet und 20 Seiten aus einem Buch bewertet, weil mich die Autorin angeschrieben hat und ich viel zu nett bin, um nein zu sagen.)

Dann musste ich auch schon los zu meinem Arzttermin. Obwohl, Arzt stimmt hier in England nicht, denn das System ist hier anders. Alle kleinen Untersuchungen, Spritzen und solches Zeug wird von Krankenschwestern und -pflegern erledigt. Zum Doktor kommt man nur, wenn es wirklich etwas Ernstes ist. Eigentlich ist das eine kluge Idee, finde ich. Ich weiß nicht welche Ausbildung die hier haben, aber Fieber messen können sie auch.
Auf jeden Fall hatte ich heute Glück, denn durch meinen Schnupfen hat sie sich gegen die Meningitis C Impfung und Mumms&Co. Auffrischung entschieden, die ich laut meinem Impfpass nicht habe und die doch immer wieder mal an der Uni kursieren können. Nach dem Motto, wenn es einer hat, kriegen es viele. (Wie die Läuse in der Schule. *gg*) So bin ich eben nächste Woche dran. Es kann mich also noch wer aufhalten, wenn ihr große Bedenken dagegen habt!!! (Habe ohnehin Angst vor Nadeln. Aber Ioan hatte beides hier in England auch und er lebt noch, ich darf also hoffen. *gg*)

Da dieser Termin wirklich schnell vorüber ging, nur ein paar Fragen zu den Fragebögen (ob ich mich gesund ernähre und Sport betreibe), Blutdruck messen und das Nichtimpfen, hatte ich nachher viel Zeit mich meinem EU Recht zu widmen. Ist in der Bibliothek eigentlich ganz nett zu sitzen. Vor allem kann ich nichts Anderes tun und muss lernen. :)
Mittlerweile sind es nicht einmal 10 Seiten, die schaffe ich morgen locker, dann nur noch Strafrecht, alles zusammenschreiben, ausdrucken und vorbereitet bin ich!!!

Ich habe aufgehört kurz vor meiner Vorlesung, als ich praktischer weise Ioan in der Bibliothek sah. Er hat sich ein Buch zum Thema Täter-/Ermittlerpsychologie ausgeborgt. Zu dem Thema will er in Rumänien vielleicht auch seine Diplomarbeit schreiben. Ich habe ja zum Glück noch Zeit, denn noch habe ich keinen blassen Schimmer, außer dass es im Bereich Internationales Recht sein wird (da ich ja hier in England bin). Möglicherweise internationales Strafrecht, ich weiß nicht warum ich immer wieder daran hängen bleibe. :)
Die Vorlesung war wieder echt cool, obwohl er sehr schnell redet (heute durfte ich wieder mal mit der Hand mitschreiben, Akku war leer. *g*) Wir haben mir Actus Reus und Mens Rea angefangen. Warum sie das lateinisch haben müssen, weiß ich nicht, aber na ja, jedem das seine. Wir österreichischen Juristen können die Laien auch mit der deutschen Sprache verwirren und von unserer Überlegenheit überzeugen. :D

Ja, das war's eigentlich auch schon, viel mehr ist heute einfach nicht passiert.
Und da ich noch kein Kommentar gesehen habe, kann ich nur davon ausgehen, dass keiner einen Brief haben will. Dabei habe ich so nette Karten. :(
Dennoch alles Liebe an euch, lasst es euch gut gehen!

XO Florentina

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Uni macht müde!

Hallo, Leute!

Was soll man eigentlich tun, wenn man schon versucht länger zu schlafen, weil es möglich ist und dann nach der Uni dennoch so müde ist, dass man nichts mehr arbeiten kann? Morgen probier ich es mal anders rum, besser gesagt heute: Ich werde bald schlafen gehen, genauer gesagt nach dem Blog schreiben und morgen früh aufstehen und EU Recht hoffentlich fertig kriegen. Vielleicht muss ich das Schwimmen aussetzen deswegen, ich hoffe aber nicht. (Wäre alles viel einfacher ohne die Untersuchung im Medical Centre. Hey, ich bin gesund, ihr müsst mich nicht untersuchen!!!!)
Kann zwar sein, dass ich dann trotzdem nach der Uni müde bin, aber ich habe immerhin was getan und fühle mich nicht schlecht wegen des Nichtstuns.

Na ja, ganz stimmt es ja nicht, ich war heute brav in meiner Vorlesung und habe zum ersten Mal in meinem Studentenleben mit dem Laptop mitgeschrieben, einfach weil ich keine Zeit finde die Mitschriften abzutippen. Ich hoffe, dass ich am Wochenende alles nachholen kann und mir die aufgenommenen Vorlesungen noch einmal anhören kann.
Nächste Woche beginnen meine ersten Seminare. Bin schon voll gespannt. Das lustige ist, dass ich drei verschiedenen Fächern den gleichen Seminarholder habe, er ist auch in einer anderen Vorlesung einer der Vortragenden. Ich hoffe also, er ist gut, schließlich sehe ich ihn alle zwei Wochen drei Tage die Woche. Muss auch schauen, dass ich mich überall brav vorbereite, er kann nämlich den Unterschied ausmachen, wenn ich es in einem bin und im anderen nicht. :)

Ansonsten war ich heute nur bei der Bank, die lassen einen hinkommen, um das Onlinebanking zu erklären, was ich schon gecheckt hatte, aber immerhin hab ich jetzt meinen IBAN und BIC und kann endlich Geld von Österreich nach England überweisen. Dann darf ich mich mit meinen verschiedenen Konten spielen! ;)
Auch hatte ich wieder Jurisprudence und es ist wirklich cool, auf welche Ideen die alle kommen, aber auch frustrierend, weil ich gerne mitreden würde, aber mir einfach nie etwas schnell genug einfällt. Einmal habe ich meinen Mund doch aufgemacht, aber das waren Fakten aus dem Fall, nicht irgendwelche Gedankenspielereien meinerseits. :(
Ich hoffe, dass es mit der Zeit besser wird, nächste Woche beginnen wir mit dem Natural Law, vielleicht wird es dann. Obwohl ich vermutlich bis Kelsen warten muss, um wirklich viel sagen zu können, da ich mich dann wieder richtig wohl fühle. Ich liebe unser abstraktes Rechtsgebilde, auch wenn es die Engländer ziemlich verwirrt. Kann dann ja vielleicht mit den anderen diskutieren.

Langsam wird es auch ganz schön kalt, aber immerhin hat es nur kurz in der Früh geregnet. Ich hatte also Glück, musste ich doch erst später aus dem Haus. Bisher schleppe ich meine Regenjacke schon fast eine Woche lang unnütz hin und her. (Aber besser allzeit bereit!)
Mich schaudert immer, wenn ich dann Leute nur mit T-shirt oder offenen Schuhen sehe. Ist denen nicht kalt???
Weil wir gerade beim Thema Kälte sind, muss ich an Winter und Weihnachten und Österreich denken:
Hier eine kleine Ansage:
Ich komme am 18.Dezember heim!!!!
(Werde wohl bis 11./12. Jänner bleiben, da ich nicht zu knapp zurück zur Uni kommen will, kann durchaus sein, dass es Arbeit für die Uni gibt und ich nehme meine Bücher sicher nicht mit heim!!!!)

Meine Unibücher für dieses Jahr, endlich vollständig. Versteht ihr jetzt, warum ich sie zu Weihnachten nicht mitnehme?
So, soviel zu meinem Tag.
Ich schreibe übrigens total gerne Briefe oder Karten. (die Postbeamten an der Uni müssen mich schon für voll durchgeknallt halten, da ich bisher jede Woche mindestens einmal dort war) Wer also einen netten Brief haben will, schreie "Hier!!!"

Alles, alles Liebe an euch alle!!!
XO Florentina

Mittwoch, 13. Oktober 2010

So viele neue Dinge!

Hallo!

Heute war ja wieder einmal mein Unifreier Tag. Nun, zumindest Vorlesungsfrei, denn ich habe brav EU Recht weiter gelesen und ich muss sagen, die verschiedenen Verträge sind wirklich nicht gerade umwerfend faszinierend. Bin nun zum Glück schon beim Vertrag von Lissabon, viele Veränderungen zum Durchlesen, aber bis dato kein weiterer Vertrag!!!! :)

Aber mein Mittwoch fängt immer mit Geige an:
Ich habe mich heute schon ein wenig mit Fionas Hündin angefreundet, sie hat zwar noch gebellt, als ich klopfte (braver Wachhund), aber nachher interessiert an mir geschnüffelt und sich graulen lassen.
Heute begann ich wirklich mit dem Herumrutschen in den verschiedenen Lagen. Davor habe ich endlich einmal meine Geige ohne Stimmgerät gestimmt! Wenn auch mit jedem Ton am Klavier vorgespielt, aber immerhin, ich habe es gehört, das hab ich bei der Gitarre nie hinbekommen.
Darf auch zwei neue Hefte kaufen für Duette. Sie schickt ihre Schüler sonst nicht dauernd Hefte kaufen, aber so teuer sind die hier wirklich nicht und es ist nett die Hefte zu haben.
Wann immer ich Stunde habe fühle ich danach eine wunderbare Euphorie, ich liebe dieses Gefühl. Selbst wenn ich danach wieder Lernen muss! :)

Tja, dann absolut keine aufregenden Neuigkeiten bis zum frühen Abend: Fechten, die Zweite!
Heute bekamen wir am Anfang unsere Schutzkleidung, und das ist wirklich viel: Brustschutz für Frauen, Weste (wenn die nicht die Schwertseite gepolstert hat, dann auch noch einen Schutz drunter), Handschuh für die Schwerthand (die andere wird ohnehin immer hinter dem Körper gehalten) und Maske.
Beim Aufwärmen müssen wir all das zum Glück noch nicht tragen. Man kommt wirklich ins Schwitzen mit all dem Zeug. Das durften wir dann nachher erfahren, als wir Schritte, Angriffe und Parieren (neu gelernt!!!) üben durften, wieder und wieder und wieder. Sie gingen einstweilen um uns herum und korrigierten uns.
Hausaufgabe bis nächste Woche: Üben, wann immer es uns möglich ist. Er meinte, wenn wir auf den Bus warten. Wie blöd, dass ich mit dem Rad fahre. :)

Ja, das war's auch schon wieder von der schönen grünen Insel mit den vielen, vielen Spinnen.
Seid nett zu unseren Mitbewohnern, egal wo sie gerade einziehen wollen. *gg* (Schmeißt sie mit Hilfe eines Geschirrtuchs raus)
XO Florentina

Dienstag, 12. Oktober 2010

Australien

Also, was ich heute wirklich mit euch teilen will, ist die Nachricht von Papa: Seine Geburtstagskarte, die ich rechtzeitig abgeschickt hatte, hat einen Umweg über Australien gemacht. :D
Er meinte, ich soll ein wenig Aufklärungsarbeit leisten.
Und es stimmt, mir wurde von jemandem erzählt, dass er früher dachte, Austria sei die Hauptstadt von Australien.
Andere wussten nicht, wo wie Vienna ist.
Das größte Problem, dass viele haben ist wohl die Sprache: Was sprechen wir in Österreich, Austrian? Nein, dann muss man erklären, dass wir German sprechen, wenn auch ganz wenige andere Wörter und einen anderen Dialekt haben, als die meisten Deutschen.
Irgendwer wusste nicht, wo Österreich liegt.
Anscheinend hat niemand in Geschichte aufgepasst, denn schließlich war Österreich bei zwei Weltkriegen durchaus wichtig. Königshaus und Hitler, schon mal gehört?
Vielleicht sollte ich Sound of Music auf meine Karten schreiben, das kennen hier die meisten. ;)

Tja, sonst wichtiges?
Habe einer Französin ausgeholfen, die unvorbereitet zum Familienrechtsseminar gegangen wäre. So hatte sie zumindest die Notizen zu den Fällen abgeschrieben.
Und habe Agnes kennen gelernt (eigentlich Anjeska oder so ähnlich, sie ist aus Polen, studiert aber in der Schweiz) Wir sprechen Englisch miteinander. Ich will gar nicht Deutsch mit den Leuten hier reden, dazu bin ich nicht hergekommen.
Ansonsten nichts Neues.

Lasst es euch gutgehen!!!
XO Florentina

PS: Papa hat den Umschlag fotografiert:
Wer hat da wohl das 3180 durchgestrichen???

Montag, 11. Oktober 2010

Wirklich Uni!

Hallo!

Ich werde mich bemühen, mich kurz zu halten, denn jetzt beginnt mein Unileben wohl wirklich und ich wollte heute eigentlich noch dreißig Seiten lesen, leider ist es schon wieder neun Uhr. Es wird wohl über kurz oder lang so kommen, dass ich nicht mehr jeden Tag etwas schreiben werde.

Kurz zu gestern:

Der Tag insgesamt war nicht aufregend, aber eher faul. Ich war ziemlich müde (weil zu lange gelesen in der Nacht davor) und mein Augenlid hat viel gezuckt. (Kein gutes Zeichen, heißt: "Flo, raste deine Augen ordentlich aus und mach dir nicht ständig so einen Stress!")
Am Abend bin ich mit der Erasmus Society Roast Dinner essen gewesen. Vor allem, weil ich Chicken Roast total gerne habe. Das Essen war gut, wenn auch nicht so gut wie in meiner Gastfamilie in Great Yarmouth.
Insgesamt war der Abend lustig, skurril und sehr französisch. Die ersten zwei: Es ist viel schief gegangen, die Franzosen haben sich extrem aufgeregt und ich hatte viel zu lachen. Besonders schlimm für sie war es, dass sie kein Dessert haben konnten. Aber die Managerin (die eine Französin verlangt hat) hat uns 15% von der Hot Chocolate with Marshmallows Rechnung abgezogen, was sehr nett war. Es ist ein bisschen eigenartig Kakao mit Marshmallows zu trinken, aber gut.
Das dritte: bis auf drei (mit mir) der 13 Leute sprachen oder zumindest verstanden alle französisch und so konnte ich oft zwar zuhören, aber nichts verstehen. Langsam gewöhne ich mich daran, bin ich doch so oft mit Franzosen zusammen. Habe mittlerweile einen guten Einfluss, denn sie bemühen sich wegen mir Englisch zu sprechen und deswegen sind sie schließlich hier.
Auch durfte ich endlich entdecken, dass der Weg in die Stadt und zurück mit dem Rad um einiges leichter ist als der Weg in die Uni, ich werde also in Zukunft mit dem Rad in die Stadt düsen. Vorteil: ich kann nicht so viel einkaufen, weil ich nicht so viel transportieren kann!

Heute:

Erstes Mal Intellectual Property Law, sehr interessant, aber schwieriges Vokabular. Auch die Aussprache des Professors macht es schwierig, er spricht nicht sehr klar. Daher bin ich sehr froh über mein Diktiergerät, das erstaunlich gute Aufnahmen macht, ich werde also das bessere wohl nicht brauchen. Kurze Frage an mich selbst: Komme nicht zum Abtippen der Mitschrift, wann soll ich mir all das noch mal anhören???

Criminal Law war heute lustig und zum Kopf schütteln. Wie können Richter einfach bestimmen, dass eine bestimmte Tat jetzt plötzlich von heute auf morgen strafbar ist? Zum Glück können sie das nicht mehr, dank der Europäischen Menschenrechtskonvention. Dennoch können sie das Recht noch verändern. Checkt man als Kontinentaljurist absolut nicht. Ioan und ich hatten aber unseren Spaß mit dem unlogischen Rechtssystem. (Ah ja, ihr wisst schon, das ist der Rumäne)

Essen mit einem Haufen Franzosen, größtenteils Jusstudenten und viel französisch sprechend. Aber sie bemühen sich.
Klingel- und Armreflektorbandkauf bei Dr.Bike. Die sind voll nett und lustig. :)

Avokado-rezeptexperiment (dabei kurzer Dank an Luki: die eine Avokado war glaub ich wirklich schlecht, aber die andere war noch gut! War ein sehr netter Plausch): Hat absolut lecker geschmeckt :) Sollte jemand das Rezept für meine Hot Avocados haben wollen, fragt nach.
Ist leicht zu machen, mit nur einer Avokado eine eher kleine Portion, aber es hält einen niemanden davon ab mehr zu machen. Geht auch sehr schnell.

So, das war die Kurzfassung von zwei Tagen.
Jetzt gehe ich Familienrecht lesen. Ist wenigstens interessant, nicht einschläfernd wie EU Law. :)
XO Florentina

Samstag, 9. Oktober 2010

Normal Saturday?

Hello everybody!

I was shopping again today. Is this a normal saturday for me? Actually not, I can't remember going shopping so often in Austria, but the weekend is the only time of the week I can go into town without time problems. And I have to get a lot of things I didn't think of when I was in Austria, like another rainjacket because my wonderful black rainjacket with the white points isn't good enough when it's really raining a lot. :( I still can use it when I walk, but not when I go by bike. Moreover, I wanted something that reflects in the dark, when I have to cycle home late and I was lucky, I got it in the same shop as my rainjacket.
And I bought a dictation machine today, not the best one, I thought this one should do it and I hope it will. Otherwise I will have to swallow my pride, ask my dad to sell it on ebay and go back to get the better one. But I will try it with this one first. It isn't bad and I normally sit quite near the teacher during the lectures, so it should work. I am curious, how much I will really work with it, though.

My day began very lazy again. However, I wanted to do something and couldn't because I promised Judit to wait here until half past eleven, so she can pick up the letters she got to this address. After she came, I was strangely tired but didn't want to sleep. So I packed my things and went to town. I got the music for the violin lesson (I will start to play third position!!!), than the dictation machine and the rain jacket. I also met Ioan and we had a lovely talk which ended in giving him my e-mailaddress in case he goes to the theatre in Norwich and I want to come too. It's nice to meet someone who isn't a fan of parties either and want to spend time in a different way. I think, he can be a very good friend and I am happy that he will be here the full year too.

I also bought another little pot because I don't want to use the pot that was here. I don't trust it, it's a little bit rusty and I am not sure if it's really clean, so I bought a cheap pot just for small things to make like the sauce for pasta and stuff like that. I also got a nice lemon squeezer, quite expensive but it was the only one I've found and I will take it home! The shop where I bought it could be one for Lukas and Daniel with their product design, they really have interesting stuff in there.

After coming home I had to go to the Laundrette because the washing machine was finished and I can't try my bedlinen and duvetcovers without a tumble dryer. I was in the Laundrette already once to ask if I can only use the tumble dryer and the woman said yes, that's not problem although there are only five and other people may use it. That was indeed the case but I didn't have to wait for a long time and there was a nice black guy who showed me what I have to do so it works. All in all I spent one pound to dry my things and maybe one hour in the laundrette.

In the meantime it was already six o'clock and I was really tired after doing so much. I had planned to test a recipe for avocados that I found on the internet and bought all the incredients, but I did not have enough energy anymore and so I made a sweet chili chicken pizza. I ate one like these two weeks ago and it was delicious. It's not the type of pizza I am used to. I don't think any Italian would make a pizza with chicken on it, but the other frozen pizzas don't really taste as good as real Italian pizzas and so I prefer to don't eat any similar pizzas. Unfortunately, this pizza wasn't as good as the other one. I think, I have to order it once at the ASDA home-delivery website. That's a really good thing in England. You don't really have to go shopping, you could order everything and let them bring it to your house. I haven't done it yet, but I will try it sometime.

Charlotte invited some friends this evening, they drank one and a half bottle of wine and then went out as soon as Eugene came home. Lévana has gone out recently too, so I have the house for myself! I don't feel like doing much, though, I am much too lazy at the moment. Hopefully, I will work something tomorrow.

I hope you had a great time today too!
XO Florentina

PS: What are you saying now, a whole post in English! Isn't that amazing?

Freitag, 8. Oktober 2010

Naivität und unerwartete Geschenke

Hello!
How's it going?

That's a normal greeting between people who have already met here in Norwich. Some only ask "how are you?". Nobody says, it's a bad day or the worst day in his life. But it's like that in Austria too, isn't it. It's polite to ask this question when you meet someone and how shocked would everyone be, if you really say something other than fine, good or okay. No, they are not shocked if you say magnificent, wonderful or something like that, but then they are curious. Nobody is curious if you say bad, terrible or awful. No, that's not the right answer to this just politely asked question.
However, I am very curious and I want to know how you are. I haven't met you all for quite a while, so write a sentence down there in the comments box and let me now what you are up to!

Nun, aber zu meinem Tag:

Er startete sehr gemütlich, ging größtenteils gemütlich weiter und endete entsprechend. :)
Ja, heute war ein fauler Tag. Nun ja, viel angefüllt mit dem Lesen eines der Bücher, die ich bestellt hatte. War sehr nett, mal wieder faul zu sein.
Ganz faul war ich aber dann doch nicht, obwohl ich das aktiv sein nicht gerade geplant hatte. Aber man sollte bei einem neuen Stundenplan die Uhrzeiten immer doppelt kontrollieren. Sonst kann es sein, dass man sich drei Stunden zu früh auf den Weg macht und dann vor einem Hörsaal steht ohne auch nur ein bekanntes Gesicht zu sehen und wenn man sich schließlich jemanden fragen traut, ob das Criminal Law ist, tja dann bekommt man die Antwort: Nein, ist es nicht.
Mmmm, was macht mann dann. Drei Stunden sind eine lange Zeit. Es bleibt eigentlich nicht viel als wieder heimzufahren, besonders wenn man nicht einmal ein Buch (Jus oder Freizeit) bei sich hat.
Das unnötige Hin- und Herfahren kann man also durchaus als ungeplante, zusätzliche Aktivität beschreiben. Auf jeden Fall gut für die Beinmuskulatur und zum Glück nicht so anstrengend wie gestern.

Zu Hause konnte ich dann einen guten Salat essen und wurde ernsthaft geschockt.
Ihr werdet euch wohl fragen wovon?
Nun, vom Verhalten einer meiner Ansicht nach noch nicht ganz erwachsenen Mitbewohnerin.
Sie bot mir an das Gemüse zu verwenden, dass schon zwei Tage lang in Säcken in der Küche steht. (Ich hatte mich schon darüber gewundert, es ist wirklich viel.) Ich war ehrlich gesagt verwundert. Dann erklärte sie mir, es wäre nicht ihres, sondern jemand hatte es in einem Geschäft vergessen, als sie gerade shoppen war, da war ich noch verwirrt. Wie kommt sie dann dazu die Sachen zu nehmen. Also fragte ich nach. Sie hatte die Taschen geschnappt und war einer Frau nachgerannt, weil sie dachte, es wären deren Taschen. Waren es nicht. Dann aber ging sie auch nicht mehr zurück, sondern nahm die Säcke mit. Okay, das hat mich wirklich geschockt.
Sie erklärte es damit, dass sie schon spät dran war um Julia zu treffen (die eine Freundin ist, kein ultrawichtiger Gerichtstermin) und ihre eigenen Taschen zu schleppen hatte. Außerdem, meinte sie, täte das in Paris niemand, da wäre alles weg, wenn man etwas vergisst.
Gut, da kommt wohl meine Naivität ins Spiel. Ich glaube einfach trotzdem noch an das Gute in den Menschen und ganz sicher fange ich nicht an etwas zu tun, nur weil andere es mir getan haben. Finde ich ehrlich gesagt nicht sonderlich logisch.
Ich habe sie ziemlich angefahren, und sie hat sich ihrem Essen in ihrem Zimmer gewidmet. Kam sogar noch einmal runter, um es noch einmal zu erklären. Ich scheine also echt einen wunden Punkt getroffen zu haben.

Ich selbst kam aber auch nicht damit zurecht. Was sollte ich mit dem Gemüse (Chilli, Paprika, Zwiebeln, Avokados, Knoblauch,... und dann noch Zitronen und Limonen) tun, das im Prinzip gestohlen war (Gefundenes Gut darf man sich nicht einfach aneignen, außer es ist unter 10€ wert, zumindest in Österreich, ich glaube nicht, dass es hier anders ist), allerdings konnte ich es auch nicht schlecht werden lassen und sie war definitiv nicht daran interessiert zu kochen (sie mag kein Gemüse, meinte sie)
Zum Glück hat mir ein wahrer Engel in meinem Leben dabei geholfen die komische Seite am Ganzen zu sehen. Jetzt hatte ich in den letzten Tagen nicht gerade wirklich gekocht und teilweise genau das getan, was ich in Salzburg nicht einmal in Erwägung gezogen hatte, nämlich Fertiggerichte gegessen (Backed Beans und Pizza ausgenommen), da kam mir ein so großer Haufen an Gemüse ins Haus geflattert, dass mir nichts anderes übrig bleibt, als mich auf die Suche nach Rezepten zu begeben und wieder richtig zu kochen. Vor allem, da ich das wirklich liebe, mir in letzter Zeit aber einfach die Kreativität fehlte und ich keine Lust habe ständig das gleiche zu essen.
Doch ehrlich gesagt, so gut sich manche Tiefkühlgerichte auch anhören, die wenigsten kommen an die Erwartung heran. Sie können vor allem nicht würzen, oder sollte ein indisches Chiligericht nach nichts schmecken?

Auf diese Weise darf ich mich auf ganz neue Ufer wagen, vielleicht sogar endlich die Shrimps machen. Habe ein echt lecker aussehendes Rezept für Honey Shrimps auf Chefkoch.de gefunden. Bisher war ich sehr unsicher, da ich ja nicht einmal weiß, wann diese Meerestierchen fertig gekocht/ gebraten sind, aber in den meisten Rezepten steht auch das. Ich werde nicht immer groß aufkochen, aber jetzt muss ich erst einmal ein paar der Dinge verarbeiten. Vielleicht ein Chili con Carne für alle? (Eine Idee wäre ja eine Zwiebelsuppe, aber ich habe heute nachgefragt, Eugene mag keine Zwiebeln. Erinnert mich irgendwie an einen Engel mit Hörnern, mit dem ich verwandt bin) ;)
Und ich muss mir was für die Avocados überlegen. Ich habe keine Ahnung, ob ich die überhaupt mag. Hab sie soweit ich weiß noch nie bewusst gegessen. Oder? Kann wer meine Erinnerung auffrischen?
Eines der Rezepte wären Überbackene Avocados, man halbiert sie, holt das Fruchtfleisch heraus, vermischt es mit Butter, Ei, Chilipulver und anderem, füllt das Gemisch zurück in die Schalen, bestreut es mit Käse und schiebt es in den Ofen. Klingt durchaus gut, finde ich. Mein Problem ist nur das eine Ei. Einerseits haben Engländer Eier nicht im Kühlregal (was mir sehr komisch vorkommt) und andererseits esse ich nicht so oft und gern Eier, dass ich mir 6 davon heimhole und nur eines verwende. Aber vielleicht wollen die anderen auch welche. Hmmmm.

Wie auch immer, am Sonntag koche ich gar nicht, denn ich gehe mit der Erasmus Society zu einem typisch englischen Roastdinner. Ich liebe Chickenroast!!! Und da kann ich ein paar Leute kennen lernen, ohne auf eine Party zu gehen, zu der ich gar nicht will.
Ich bin schon sehr neugierig wie das wird. Julia und Lévana haben sich nach mir auch eingetragen und kommen auch mit. Bin ich irgendwie ein Vorreiter ohne es zu wissen oder ist das nur Zufall?

Wow, da hab ich wohl wirklich viel übers Kochen geschrieben, was?

Aber es ist auch sonst nicht viel passiert. Ich hatte einen netten Plausch mit John (schreibt man glaub ich Ioan, spricht es aber John aus), den rumänischen Studenten. Wir sind beide fassungslos wie wenig englische Jusstudenten eigentlich lernen. Sie streifen jedes Thema irgendwie nur. Haben z.B. eine Vorlesung Criminal Law, während wir in Österreich vier verschiedene Strafrechtsvorlesungen haben, die alle in einer Prüfung zusammen gefasst werden.

Am Abend habe ich mich dann sehr nett mit Eugene unterhalten, was wir so machen und so. Er findet die Idee gemeinsam eine Chili con Carne zu machen gut, meint aber wir sollten es wirklich gemeinsam tun. (Leider nicht morgen, habe ich von Charlotte erfahren, denn anscheinend gehen einigen von ihrem Kurs morgen gemeinsam auch. Sonntag fällt auch weg, wir werden also sehen, ob das wirklich etwas wird)

Heute ist Charlottes Freund da, David. Sieht sehr nett aus, habe ihn aber nur kurz gesehen, als er in mein Zimmer gegrüßt hat, sie schauen sich jetzt über mir einen Film an.

So, das wäre es von heute. Don't forget my question at the beginning!!!
XO Florentina

PS: Better title: The great blah blah blah about cooking! :D

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Jurisprudence

Hallo!

Ich beginne heute mit einer kleinen Erinnerung nach Österreich: Bitte vergesst nicht, dass ich eine Stunde hinter euch herhinke, wenn es bei euch also acht Uhr in der Früh ist, ist es bei mir erst sieben. Ich freue mich über SMS, aber es kann sein, dass sie mich um diese Uhrzeit aufwecken.
Für mich ist das auch immer sehr schräg. Mir passiert es nur eher, dass ich jemanden um Mitternacht aufwecke. (Kommt auch nicht immer gut)

Zu meinem sonstigen Tag:

Glücklicherweise konnte ich nach der sehr netten SMS noch einmal einschlafen (Zimmer Richtung Westen haben echt Vorteile) und so hatte ich noch eine nette Stunde voll Schlaf bevor ich wirklich aufstand.
Dann kam erst einmal Morgenroutine dran (habe brav Hui Qing Gong gemacht, damit meine Schultern nicht zu verspannt sind).
Schließlich setzte ich mich an den Computer und tippte noch schnell die Notizen für Jurisprudence heute ab. Ist einfach viel leichter, wenn man es schön geschrieben und mit Farbe hat.
Leider brachte mich das ein wenig in Stress, musste Haare föhnen auch noch und einpacken.
So war ich ein wenig spät dran für die Uni, als auch noch der Briefträger gerade dann kam, nachdem ich schon mein Fahrrad herausgeholt hatte. Ich musste also durch unseren Durchgang sprinten und die Post durch die Vordertüren schmeißen, dann war ich auf dem Weg. Ich kann dem Postmenschen nicht böse sein, schließlich klopfte er wegen meiner Bücherbestellung. (Mal wieder nicht juristische Bücher!)

Brigitte hatte mit Family Law zum Glück noch nicht angefangen. Aber ich werde wirklich über ein Diktiergerät nachdenken, ich kann nicht so gut mitdenken, wenn ich mich abgehetzt habe und aus der Puste bin. Mein Hirn braucht dann ein wenig Zeit um in den Arbeitsmodus zu kommen und ich bin sicher, das war nicht mein letztes zu spät sein.
Nach der Vorlesung habe ich sie noch einmal wegen der Fälle gefragt, aber sie meinte, ich müsste ohnehin nicht alle durchlesen und es ist perfekt, dass ich all die anderen gelesen habe. (Ich darf mir also stolz selbst auf die Schulter klopfen) Wir haben auch bis zum 1. November die Aufgabe einen 1200 Wörter Essay zu schreiben, wird nicht benotet, ist aber eine gute Übung für die Klausur. Ich werde mal sehen, wie es mir damit geht.

Dann hatte ich einmal Pause, der Tag war schön und ich wollte mich wieder mal an den Square setzen, nachdem ich mir die Hosenklemmen gekaufte hatte, die das Radfahren erleichtern. Aber oh Schreck, keine Geldbörse, als ich zahlen wollte. Kurz überlegt, heute habe ich sie nicht eingepackt, gestern hatte ich sie in einer anderen Tasche. Was tun? Ich brauche meine Unikarte für die Bibliothek, sonst komme ich nicht rein. Nun, was blieb mir anderes übrig, ich bin auf mein Rad gestiegen und wie eine Verrückte nach Hause gedüst, hab mir mein Geld geschnappt und bin zurück gedüst.
Kleine Notiz: Merke, packe niemals deine Sachen, wenn du im Stress bist, durchaus möglich, dass du etwas Wichtiges vergisst.
Merke des weiteren, es kann durchaus sein, dass man, wenn man das schnelle Treten den Hügel hinauf nicht gewohnt ist, ein wenig wacklig geht danach. Aber das vergeht.
Nach meiner hoffentlich nicht täglichen Zusatzsporteinlage durfte ich mich endlich in die Sonne setzen und mein Lunchpaket genießen. Es ist natürlich etwas komisch, wenn fast alle anderen in Gruppen dasitzen, aber es ist auch total nett zu beobachten, wie sie sich verhalten. Ich werde nicht müde das Zuschauen zu genießen. Obwohl ich mich doch immer wieder sehr über die Fellstiefel mancher Studentinnen wundern muss. Mir war schon in meinen neuen Eccoschuhen warm.
Ich habe auch ein wenig gearbeitet und mir Gedanken zu den Fragen im Jurisprudencebuch gemacht.
Außerdem habe ich es heute endlich geschafft etwas auszudrucken, ich weiß also, wie es funktioniert. Juhuuu!

Ich hatte mich mit der Zeit vertan und gedacht, ich hätte nur zwei statt drei Stunden Pause zwischen den Kursen, aber kam zum Glück rechtzeitig drauf und wechselte nur meinen Platz auf den Stufen, um wieder voll in der Sonne zu sitzen.
Schließlich machte ich mich auf den Weg zum Rechtsphilosophiekurs. Ein paar andere waren schon da und sie sehen sehr nett aus. Es ist nur eine kleine Gruppe, was sehr angenehm ist. Viele Erasmusstudenten. Auch Bizhan kam zum Kurs, also ein bekanntes Gesicht!
Der Professor ist nett, heißt Stathis Banakas und ist Grieche. Das macht es ein wenig schwieriger ihn zu verstehen, aber es passt gut zu dem Fach, denn wer wäre ein besserer Philosoph als ein Grieche mit Aristoteles und Co. als Vorreiter. Hier der Link: http://www.uea.ac.uk/law/Staff/All+People/Academic/sbanakas

Der Kurs ist auch keine Vorlesung, sondern eine allwöchentliche Diskussionsrunde über die wichtigen Fragen des Rechts. Durchaus interessant, zur Zeit noch schwierig, schließlich weiß ich nicht viel über englisches Recht. Aber wir machen auch Kelsen durch und wenn ich zu dem nichts sagen kann, sollte man mir wohl wieder meine Note im öffentlichen Recht aberkenne.
Wir müssen auch eine 3000 Wörter Kursarbeit schreiben bis zum Ende des Jahres. Zu irgendeinem Thema, was durchaus nett ist, aber auch ordentlich schwierig, wenn man absolut keine Ahnung hat. Ich bin nur froh, dass ich so viel Zeit habe! Dann kann ich mal das Buch durcharbeiten und werde schon eine Idee haben, zu was ich schreiben will.
Die heutige Diskussion zu dem Fall von Kannibalismus war wirklich sehr interessant. Die meisten fanden es unmoralisch, dass sie ihn getötet haben, um ihn zu essen, aber es hat für alle nicht so sehr gepasst, dass die anderen sonst auch sterben müssten.
Einer meinte, sie hätten ihm ja auch nur ein Bein nehmen können, statt ihn gleich umzubringen. (Ich kann nur sagen: Igitt! Und nicht wirklich nett, immerhin lebt er dann ständig in dem Wissen, das essen zu sein.)
Wird auf jeden Fall ein sehr interessanter Kurs, und Stathis war hoch erfreut über die vielen internationalen Studenten. Aber wenn ihr seine Beschreibung durchlest, seht ihr, dass er ein absoluter Weltreisender ist.

Ansonsten habe ich nur eines meiner neuen Bücher angefangen. Morgen wird weitergearbeitet.
Wünsche euch eine gute Nacht!
XO Florentina

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Two in One

Heute schreibe ich mal zwei Tage zusammen, gestern ist ohnehin nicht großartig viel passiert.

5. Oktober 2010:


Im Prinzip war es ein ganz normaler Unitag.
Das besondere war nur erst ein Treffen mit meinem Advisor (Prof. der für mich zuständig ist, mir hilft, wenn ich Probleme mit Professoren habe und so weiter). Sie ist sehr nett, möchte gern einmal nach Salzburg kommen. :) Sie unterrichtet Familienrecht (mein einziges Problem war, dass ich ein paar ihrer Fälle nicht gefunden hat, sie wollte sich gleich danach darum kümmern, nur wollten nach der Vorlesung am gleichen Tag dann so viele Leute eine Frage stellen, dass ich dachte, so wichtig ist es schon nicht) Das ist sie:http://www.uea.ac.uk/law/Staff/All+People/Academic/bclark (das Foto ist leider ganz schön klein)

Und in meiner zwei Stunden Pause habe ich mich im Gesundheitszentrum angemeldet. Es war gut, dass ich so viel Zeit hatte, denn ich musste eine Stunde warten. Es gab gerade einmal zwei Stühle, aber wir sind zum Glück alle junge und gesunde Studenten. Manche sind gleich wieder gegangen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es später wirklich so viel anders gewesen wäre. Viel wird auch nicht gemacht, man bekommt ein oder zwei Fragen gestellt (hätte man die nicht auf die 3 Formulare schreiben können) und bekommt einen Termin für eine Gesundenuntersuchung (ich bin gesund!!!! Ist also was für mich *g*) Meiner ist Freitag in einer Woche. Mit ein bisschen Glück das letzte Mal, dass ich hinmuss.

Ja, ansonsten zwei VOs (EU, Family), nichts Neues, außer dass es hier anscheinend erlaubt ist Diktiergeräte zu verwenden, um die Vorlesung mit zu schneiden und sie später noch einmal anzuhören. In Österreich kann man sich's damit wirklich mit den Professoren verscherzen. Mein Buddy (sie verwendet eines und hört sich später noch einmal alles an) fragt die Professoren vorher immer, aber es hat noch nie wer nein gesagt. Soll ich mir jetzt ein Diktiergerät besorgen? Brauch ich es wirklich? Gut, ich versteh nicht immer alles, habe manchmal Probleme mit den Worten, wenn ich sie nicht kenne, oder die Pronounciation anders ist, als ich dachte. Aber ich weiß nicht, ob ich mir daheim wirklich alles anhören würde. Ich muss schließlich schon mein Handgeschreibsel abtippen.

Am Abend war ich ziemlich müde und habe mich ein wenig einsam und nicht gerade stark gefühlt. Deswegen habe ich mal statt Blog zu schreiben "Coach Carter" angesehen. Ich mag besonders den Spruch von Nelson Mandela: "Unsere größte Angst ist es nicht schlecht zu sein, sondern gut und groß. Wir fürchten uns am meisten davor ein hell leuchtender Stern zu sein. Aber dadurch geben wir anderen die Möglichkeit zu leuchten." (nicht wortwörtlich, aber sinngemäß) Es baut mich immer wieder auf, diesen Film zu sehen und ich kann ein wenig vergessen, dass ich oft Angst habe, aus verschiedenen Gründen.

6. Oktober 2010:


Nun, heute ist aber wirklich einiges geschehen.

Angefangen hat mein Tag heute erst um 8 Uhr. Charlotte hatte beschlossen auszuschlafen und ich hatte den Segen nicht aufgeweckt zu werden. Die Uhrzeit meines Aufwachens war perfekt, denn so hatte ich genug Zeit bevor ich losmusste. Zwischendurch musste ich kurz Pullover und Hose über mein Nachthemd anziehen und raus laufen, denn ich hatte gestern vergessen die Mistkübel rauszustellen und natürlich dachte auch niemand anderer daran. (Was bin ich? Putzfrau? Mama? Haushälterin?)

Dann ging es ab zu meiner ersten Geigenstunde in England. Fiona ist sehr, sehr nett. Ein wenig übersprudelnd, chaotisch und eine unglaubliche Geigenspielerin. Sie hat eine Hündin (entweder Golden Retriever oder Labrador, hat sie aus dem Tierheim, daher ist sie ein wenig verschreckt, aber sehr süß und sie wird sich schon an mich gewöhnen) Und sie hat vier Kinder (Mädchen: 6, 10, 16 und der einzige Junge ist 13), die Mädchen spielen alle Geige (Fiona unterrichtet sie selbst), die 10-jährige übt jeden Tag um 6 Uhr in der Früh. Soll ich das daheim auch einführen?
Sie hat in meinem Heft ein Lied rausgesucht, dass ich noch nicht gespielt habe und mich vom Blatt spielen lassen. Erst war ich ganz schön nervös und habe dadurch ein paar Noten falsch gespielt. Aber irgendwann wurde ich sicherer und es ist einfach schön wieder einmal zu spielen und mit jemandem darüber reden zu können. Schwierig ist noch mein fehlendes Geigenvokabular, aber es macht ihr nichts, vieles erklären zu wollen und ich glaube, wir werden eine gute Zeit haben.
Ich werde mit Sicherheit auch viel lernen, sie gab mir gleich eine Menge zum Üben auf und ich darf zwei Notenhefte kaufen gehen. Ich lerne jetzt Lagenwechsel. Dadurch werden meine Töne noch höher! :)
Am Ende haben Fiona und ihr nächster Schüler mich ermutigt im Orchester der MusicSociety an der UEA mitzumachen, aber dann kann ich nicht mehr für mich selbst spielen und auch für ein nicht so gutes Orchester muss man verdammt viel üben und es dann auch können. Außerdem weiß ich nicht, ob ich mich meiner Töne sicher genug bin und überhaupt Zeit hätte. Immerhin bin ich hier um Jus zu studieren.

Ich lieferte danach meine Geige schnell zu Hause ab und fuhr weiter zum Fahrradgeschäft, das praktischer weise direkt um die Ecke ist. Ich wollte einen Korb auf mein Rad, das Einkaufen ist sonst etwas schwieriger. Wirklich lustig ist, dass man hier fast nur Körbe für vorne bekommt, während wir in Österreich immer zuerst Körbe für hinten angeboten bekommen.
Auf alle Fälle bat ich sie, ihn zu montieren und musste dafür mein Rad bei ihnen lassen. War ja nicht weit weg, und ich hatte noch viel Zeit bis zu meinem Fechtclub.

Mein Plan war schnell etwas zu essen und dann meine Mitschriften abzutippen. Glücklicherweise ist mir Verena dazwischen gekommen und wir haben fast eine Stunde lang geskypt. Es war wunderschön ihre mal wieder mit ihr zu plaudern (@ Verena: Dankeschön, du hast meinen Tag um einiges verschönert!)
Dann war auch schon wieder Zeit mein Rad abzuholen und ich habe mir auch einen Helm geleistet. Immerhin ist mein Kopf zur Zeit mein wertvollstes Gut als Studentin und ich muss eine Straße mit vielen, vielen Autos entlangfahren, um zur Uni zu kommen. Es ist ein ungewohntes Gefühl, aber mit der Zeit wird es schon zur Normalität werden. Vielleicht bringe ich Levanna einmal dazu mich im Fahrradlook zu fotografieren, dann stelle ich es hier rein! :)

In den zwei Stunden danach habe ich es endlich geschafft, einen Teil meiner Mitschriften auf den Computer zu übertragen, aber ich sah ziemlich oft auf die Uhr.
Endlich durfte ich alles einpacken und losfahren!
Leider ist meine neue UEA-Tasche ziemlich unpraktisch fürs Radfahren, daher werde ich womöglich doch wieder meinen Rucksack nehmen, aber ich bin trotzdem sehr stolz auf sie (vor allem kriegt man wirklich viel rein)

Durch mein mich Umziehen müssen (die meisten kamen schon im Trainingsgewand, wohnen wohl am Campus) lernte ich Emma kennen. Sie ist Chinesin, studiert Medizin im zweiten Jahr und heißt eigentlich anders, aber das kann kein Mensch aussprechen. Sie hatte auch so ihre Probleme mit meinem Namen und Flo ist für Engländer gar nicht so einfach, also schlug ich Flora vor, das schien ihr zu gefallen.
Unsere Gruppe besteht zum größten Teil aus Studentinnen, was mich wirklich überraschte. Sie sehen sehr nett aus. Auch die beiden Kursleiter (Sie fechtet seit 20 Jahren und er ist ein professioneller Trainer) sind sehr nett. Die Turnhalle ist leider ein riesiger Raum, nur durch Stoff getrennt und sehr laut, wenn die nächste Gruppe Basketball spielt. Aber das hielt uns auch nicht von unserem Tun ab.

Nach einer kleinen Waffenkunde (es gibt drei verschiedene Arten, wir fangen mit einem Foil an), wurde aufgewärmt und gedehnt. Durchaus lustige Übungen, aber die Stimme der Trainerin kam nicht ganz gegen das Aufprallen der Bälle neben uns an, sodass man sich wirklich konzentrieren musste.
Danach ging es weiter mit Fußstellungen, Vor- und Rückwärtsschritten, Ausfallschritten, Sprüngen und Attacken. Wenn irgendwer denkt, Fechten ist leicht und nicht physisch anstrengend, probier es bitte erst einmal aus.
Erstens die Fußstellung ist ungewohnt: rechter Winkel, rechter Fuß eine Fußlänge vor dem linken, ein wenig in die Knie gehen. Der Abstand muss bei normalen Schritten und Sprüngen gleich bleiben.
Zweitens die Armhaltung: rechte Arm mit Handfläche nach oben, würde normalerweise die Waffe halten, heute noch Trockenübung, linker Arm auf Schulter- und Kopfhöhe gebogen (ich werde mich mal fotografieren lassen, um das besser zu veranschaulichen) Diese Haltung bleibt, außer man attackiert, dann wird der rechte Arm nach vorne und oben gestreckt (Brusthöhe des Gegners) und der linke Arm nach hinten und unten. Ich hatte da durchaus meine Koordinationsprobleme.

Wir durften die Schritte mit Partner üben, dadurch lernte ich Pau kennen. Nun, das ist übertrieben, ich weiß seinen Namen und die Größe seiner Schritte. :)
Ohne Scherz, er ist mindestens einen Kopf größer als ich, und es ist verdammt schwer den gleichen Abstand zu halten, wenn das Gegenüber so viel größere Schritte macht. Aber es war lustig, er war geduldig, hat mir auch den Flash noch mal erklärt (dabei attackiert man den Gegner und läuft gleichzeitig an ihm vorbei), das habe ich irgendwie gar nicht hinbekommen.
Wir bekamen auch noch Foils in die Hand! Diese Dinger sind schwerer als man denkt und man muss auf noch ein Ding mehr achten, wenn man nachdenkt, was man so tun will. Ich habe ein gutes Jugendfantasybuch, wo ein als Junge verkleidetes Mädchen lernt ein Ritter zu werden. Sie hat Probleme beim Fechten und ihr Vasall sagt: "Manche sind dafür geboren, manche können's nie und manche, die lernen es mit dem Schwert ganz natürlich umzugehen"
Ich nehme also an, ich werde es mit der Zeit lernen mit meiner Waffe umzugehen.
Das wichtigste ist, es macht Spaß und es ist ein wunderbarer Ausgleich zum alltäglichen Jus lernen. Außerdem glaube ich, ich kann dort wirklich Freunde gewinnen, einfach durch das gemeinsame tun. Ich freue mich schon auf die nächste Fechtstunde und vielleicht habe ich Zeit zu üben. Das kann nie schaden, würde ich mal sagen.

Ich wünsche euch auch ein Abenteuer, entdeckt was Neues an euch selbst!
XO Florentina

Montag, 4. Oktober 2010

zweite Uniwoche beginnt

Hallo!

Heute war ich sehr, sehr fleißig, schon um halb acht Uhr morgens, als ich von Charlotte (durch ihr Herumgehen) aufgeweckt wurde. Denn ich arbeitete brav an den Fällen aus Family Law weiter, wie auch gestern Abend. Ich bin jetzt damit fertig!!! (Darf jetzt ca. 60 Seiten im Buch dazu lesen und einen 6-seitigen Artikel)
Also war ich heute kein fauler Morgenmensch! :)
Ab nächste Woche muss ich montags schon um halb 9 aus dem Haus, da wird es keine Arbeitssitzungen in der Früh mehr geben, umso stolzer bin ich auf die heutige! Es ist ein total gutes Gefühl, wenn man in der Früh schon etwas geschafft hat.

Um 11:15 habe ich mich schließlich auf den Weg zur Uni gemacht, musste ja meine gelöschten Module reklamieren. Und ratet mal, der Sattel war fast wieder so tief wie zu Beginn. (War zum Glück keine schwierige Sache ihn wieder höher zu machen, da alle Securitymenschen an der Uni so einen Schlüssel dabei haben. Vielleicht besorg ich mir auch so ein Ding. Soweit ich jetzt erfahren habe, haben wir ein Fahrradgeschäft gleich ums Eck (Fahrradkorb, ich komme!!) und das sollte so etwas haben. Auch werde ich mir endlich einen Helm besorgen. Ist mir egal, wenn es dümmer aussieht, es ist sicherer.
Mir ist es heute schon zum Verhängnis geworden, dass ich meinte es schaut blöd aus, wenn man bei nur wenig Regen mit Regenhose fährt. Ich zog sie daheim wieder aus, nahm sie mit und stand dann irgendwann in einer Hauseinfahrt und zog sie wieder an, was mit Schuhen viel komplizierter ist. Tja, so viel zum Blöd ausschauen, oder?
Jedenfalls hatte ich Glück, denn als ich an der Uni ankam, entschlossen sich die Wolken ihre Schleusen mal so richtig zu öffnen, aber ich war von oben bis unten eingepackt (sogar mein Rucksack). Leider merkte ich dabei auch, dass meine wunderbare, gepunktete Regenjacke nicht dafür gemacht ist, wenn es wirklich schüttet, denn meine Jeansjacke darunter war ein wenig feucht. Ich werde mir also am Wochenende eine weitere Regenjacke besorgen müssen.

Die Sache mit meinen Modulen war schnell mitgeteilt und weiter ging's zur ersten Criminal Law Vorlesung. Davor traf ich den rumänischen Studenten (ich muss ihn unbedingt noch einmal nach seinem Namen fragen) und Su. Wir suchten uns in dem top-modernen, absolut coolen Hörsaal einen Platz und bald kam auch der Vortragende. Er sieht sehr nett aus, hat aber einen Akzent an den man sich noch gewöhnen muss, ich weiß leider nicht woher aus England er kommt. Man kann schlecht in einer Vorlesung aufzeigen und fragen. Wer neugierig ist, das ist er: http://www.uea.ac.uk/law/Staff/Academic+Staff/IEdwards

Heute war noch nicht so viel Neues dabei, ich nehme an, sie werden auch die gleichen Prinzipien haben wie wir, aber es ist schon mal interessant, das alles auf Englisch zu hören. Und sie suchen wirklich immer Fälle dazu, um es zu illustrieren, ich bin beeindruckt.

Anschließend hatte ich nicht wirklich viel zu tun, aber die zwei Stunden vergingen wie im Flug.
Erst meinen Sattel höher stellen, wieder einmal Bücher für Jus kaufen (mein Rucksack ist immer so verdammt schwer), eine UEA Tasche besorgen :) und dann die Post für einen vorigen Bewohner im Haus weiterschicken (das erste und letzte Mal, hätte mich nicht bei ihm gemeldet, wenn ich gewusst hätte, dass er jetzt in West Sussex wohnt und darum bittet, dass man es weitersendet. Weiß er nicht, dass das etwas kostet? Tja, die nächste Sache werfe ich mit Return wieder in den Briefkasten)
Ich bin auch heute wieder in der Mensa essen gewesen und habe dort Lévana und Julia getroffen. War sehr nett mit ihnen und sie nehmen immer mehr Rücksicht, wenn sie mit mir zusammen sind und sprechen nicht so viel französisch. Ich bin ihnen dann auch zur Bibliothek gefolgt, aber dort gab es Probleme mit den Druckern (zumindest von meinem PC aus), also beschloss ich, zum Gesundheitszentrum zu gehen und um eine Kopie der Formulare zu bitten. Wie sich herausstellte, war das kein Problem, denn sie haben schon Stapel vorbereitet. (Schwieriger war das Ausfüllen. Danke Mama für die Hilfe, hätte vielleicht an meinen Impfpass denken sollen, hmmm)
Oh, vielleicht weiß jemand, ob man in Österreich gegen Meningitis geimpft werden muss?

Dann waren auch schon 2 Stunden rum und ich hatte meine dritte EU-Rechts Vorlesung. Sie war auch nicht interessanter, aber die Vortragende bemüht sich. Sie kann nichts dafür, dass die Institutionen der EU absolut einschläfernd sind. Bei diesem Kurs bin ich sehr froh, dass er nur eine Stunde dauert.
Bald also konnte ich (nach einem Einkaufszwischenstopp) nach Hause fahren.

Da war dann erst einmal Geige üben und 50 Minuten skypen mit Mama angesagt. :)
Geige spielen geht jetzt schon wieder länger und es hört sich nicht mehr ganz danach an, als würde ich die Nachbarkatzen töten.
Auch habe ich schon mit dem Kapitel in Familienrecht angefangen, das wir lesen sollen und nach Unterkünften in Norwich für Mama und Oma in den Osterferien gesucht. Das ist gar nicht so leicht, aber ich werde das perfekte für alle finden!!! :)

Jetzt ist es schon wieder halb 11 und mir fallen nach meinem langen, langen Tag langsam die Äuglein zu. Vielleicht schaffe ich noch ein paar Seiten in dem Buch, aber dann wird auf Pause geschaltet. Morgen ist wieder ein Tag an dem ich aufpassen muss und wer weiß, was so alles passiert.

Ich hoffe auf euch warten auch Überraschungen um jede Ecke
XO Florentina

Sonntag, 3. Oktober 2010

Lerntag

Hallo!

Heute war es wahrlich nicht aufregend. Ein ganz normaler Arbeitstag, wie noch viele folgen werden.
Nach dem Ausstehen habe ich schon ein wenig zusammengeschrieben und dann erst gefrühstückt. Da ich weiß, dass ich immer lernfaul bin, wenn ich etwas gegessen habe.
So war es auch, ich habe ein wenig im Internet herumgesurft, bevor ich mich gezwungen habe, weiterzumachen.
Ich musste es noch nicht haben. In Wahrheit ist das heute wahrscheinlich das erste Mal, dass ich mich derart früh auf eine Stunde vorbereitet habe. Aber mir ist auch bewusst, dass es in den nächsten Wochen sehr oft knapp werden wird.
Ein Tag hat 24 Stunden und im Prinzip sind von den 168 Stunden der Woche maximal 14 Stunden an der Uni, trotzdem scheinen die Tage nicht genügend Stunden zu haben.
Erstens fangen sie viel später an der Uni an. Als fauler Frühaufsteher hat man da schon mal um einige Zeit weniger.
Zur Begriffserklärung: ich stehe gerne früh auf, aber nicht immer will ich in der Früh gleich mit dem Arbeiten anfangen. Vorlesungen um acht in der Früh sind da eine große Hilfe, da muss man dann aufmerksam sein.

Wahrscheinlich mache ich gerade viel Lärm um nichts. Schließlich ist gerade einmal eine Woche vergangen (auch wenn sie sich wie eine Ewigkeit anfühlt) und ich werde mich einarbeiten und einen Rhythmus finden. Es ist nur schwer das zu tun, wenn alles so schleichend beginnt und so viel nicht funktioniert.
So wurden zB schon wieder alle meine Module außer EU Law gelöscht, ich habe also keinen funktionierenden Stundenplan zur Zeit. Dabei haben sie am Freitag stolz die E-Mail ausgeschickt, dass sie ihre Arbeit daran jetzt vollendet haben und alles funktionieren sollte. Tja, was soll man sagen. Ich weiß auch nicht wirklich, wie man damit so viele Probleme haben kann. So viel ich weiß, hat die Uni Salzburg auch gerade ihr System umgestellt, als ich anfing und es lief alles wie am Schnürchen.
Wie auch immer, ich werde jedenfalls morgen wieder einmal bei ihnen vorbeischauen (so wie fast jeden Tag letzte Woche). Sie sind immer sehr nett, aber echt, ich will nicht unbedingt Dauergast sein.

Zusätzlich darf ich dann morgen wohl auch noch einmal meinen Fahrradsattel umstellen gehen.
Warum? Nein, ich habe nichts getan. Aber Lévana hat sich mein Rad ausgeborgt, obwohl sie wusste, dass es ihr zu hoch war (sie war spät dran zu Badminton und ich bin immer noch zu nett) und was tut sie???? Geht zum Securityteam und lässt sich den Sattel ein kleinwenig niedriger machen. Ich bin neugierig, was für sie ein bisschen ist, schließlich ist sie fast einen Kopf kleiner als ich, und selbst ein bisschen sollte für sie noch zu hoch sein.
Am liebsten hätte ich geschrien! Aber ich schreie ja nicht, oder nur sehr, sehr selten. Das wäre einer der perfekten Momente dafür gewesen.
Sie meinte auch, sie könnte es morgen wieder umstellen lassen. Nur ratet mal, ich muss morgen dann trotzdem mit einem zu niedrigen Sattel zur Uni fahren. Aahhh!
Okay, vielleicht ist es nicht schlimm, doch die andere Höhe war perfekt. :(

Irgendwann kann es durchaus sein, dass mir der Kragen platzt mit ihr, aber sie merkt gar nichts, denkt scheinbar nicht, ich weiß es nicht.
Und sie ist die ganze Zeit durchaus sehr nett, teilte ihre Pizza heute Abend mit mir, daher musste ich zum Glück nicht kochen. Aber nett sein und absolut unbewusst Blödsinn tun...
Können Menschen nicht ein wenig mehr Achtsam sein? Ist eine Messerspitze schon zu viel verlangt?

Nun, immerhin ein wenig Aufregung an meinem Tag, was? :)
Da ich außer Rechtsphilosphie, dem Abtippen meiner Mitschriften und ein wenig Leseproben im Internet lesen nichts getan habe, kann ich auch nicht mehr so viel berichten.

Ich hoffe, ihr habt im Moment keine unachtsamen Menschen um euch herum, auch wenn man vor denen nie sicher ist.
Bis bald, morgen ist ja wieder mal Uni.
XO Florentina

Samstag, 2. Oktober 2010

Shopping, shopping, shopping

Please, can someone come with a truck at the end of June, thus I can bring all my stuff home????

Nein, so schlimm ist es zum Glück nicht.
Aber ja, ich lebe auf der Insel für neun Monate, da wird auch hin und wieder eingekauft. Besonders, wenn man keine Sportsachen mit hat und fechten will. Also habe ich heute den schönen Tag ausgenutzt und bin einkaufen gegangen.

Doch alles der Reihe nach:

Am Morgen war ich ausgesprochen brav und habe an meiner Jurisprudence Hausübung weitergearbeitet. In dem Buch stand, wir sollen uns über den Fall, den wir lesen werden, erst selbst ein Urteil bilden und dann die Beurteilungen der Richter lesen. Also habe ich mich bemüht. Und es ist gar nicht so leicht diesen Fall zu beurteilen. Es geht um eine Gruppe von vier Männern, die ihr erstes Urteil (Tod durch Erhängen) bekämpfen. Warum dieses Urteil? Sie waren zusammen mit einem fünften Mann, W (alle Teil einer Organisation von Amateuren die Höhlen erforschen) und waren gemeinsam in einer Höhle, als es zu einem Erdrutsch kam und sie eingeschlossen wurden. Sie sind nicht in Panik geraten, sondern haben auf Hilfe gewartet. Die Organisation wusste wo sie war und hat auch bald ein Rettungsteam gerufen. Die Bergung war aber schwieriger als erwartet, es gab immer wieder Erdrutsche. Irgendwann am 20.Tag sind sie draufgekommen, dass die fünf Männer in der Höhle doch ein Funkgerät hätten und haben Kontakt aufgenommen. Sie waren alle noch am Leben, hatten aber kein Essen mehr, also fragte einer der Männer die Gruppe von Medizinern im Camp: Wen sollen wir am Besten töten, damit die anderen überleben? Weder die Mediziner, noch die Richter oder andere Leute im Rettungscamp wollten das beantworten (oh welch Wunder!) Dann herrschte Stille. Als sie endlich den Eingang zur Höhle offen hatten, waren insgesamt 32 Tage vergangen und W lebte seit dem 23. Tag nicht mehr. Sie hatten Streichhölzer gezogen und er hatte leider Pech, die anderen haben ihn getötet und gegessen. (Ursprünglich war es seine Idee, kurz vor dem Ziehen musste er aber dazu überredet werden, er hatte Angst)

Von dem Grausen, das einen überkommt einmal abgesehen, wie entscheidet man so etwas?
Meiner Meinung nach ist das kein wirklich Entschuldigungsgrund, das ist, wie wir gelernt haben nur der Fall, wenn eine aktuelle Gefahr für das eigene Leben besteht. Verhungern ist durchaus eine Gefahr, aber wenn man so viel planen kann, ist es nicht sehr akut. Aber ich kann mich nicht wirklich in die Leute hineinversetzten, zu sehr graust mir vor der Tat. (@ Verena, könntest du mir den genauen Wortlaut von diesem Entschuldigungsgrund schicken, ich vergesse ihn immer wieder und ich weiß nicht, ob es das hier überhaupt gibt?)
Ich würde sie auch nicht hängen. Irgendwie sinnlos, wo sie doch nur leben, weil sie W getötet haben, damit würde sein Tod absolut sinnlos werden. Noch so eine doofe Überlegung, kann Tod sinnvoll sein? Nicht meiner Meinung nach.
Tja, mein Gedanke wäre, sie brauchen eine Strafe, aber nicht den Tod, also mildernde Umstände und "nur" lebenslang?
Ich stehe echt auf der Leitung, am Liebsten täte ich es wie einer der Richter im Buch und hielte mich aus der Entscheidung heraus. Ein wahrhaft weiser Mensch.
Ich habe noch nicht alle Entscheidungen durch, aber zur Zeit ist einer für ganz straflos, einer enthält sich und einer ist für die Vollziehung (wenn auch nicht in seinem Herzen, aber er hält sich an das Gesetz)
Das Ganze ist nur fiktiv, aber ich muss sagen ich bin schon gespannt auf die Diskussion am Donnerstag. Ich nehme zumindest an, dass es eine Diskussion dazu geben wird.

Schließlich machte ich mich aber nach einem guten Frühstück in Stadt auf, immerhin hatte ich weder Turnschuhe, Hose oder T-shirts fürs Fechten. Es war ein wunderbarer Tag, Sonnenschein und warm (wenn auch etwas frisch im Schatten), ich sah sogar ein 12-jähriges Mädchen in kurzer Hose und Top. Das wäre mir wiederum doch zu kalt gewesen.
Glücklicherweise wusste ich wo das Sportgeschäft ist und so machte ich mich auf den Weg zum Chaplefield Einkaufszentrum (mal wieder). Da Samstag ist und Schönwetter war, war mächtig viel los in der Innenstadt (habe gehört, hierher kommen Leute von viel weiter weg, um ihre Weihnachtseinkäufe zu machen, weil alles da ist, aber nicht so verstreut, wie in London)
Meine erste Entdeckung war, dass Sport Direct 3 Etagen hat, ich musste in die oberste. Dort stand ich erst einmal ratlos vor den Unmengen an Schuhen, bis ein Verkäufer sich meiner armen verwirrten Seele annahm und zuhörte, was ich brauche. Es stellte sich heraus, dass er sich wirklich gut mit Schuhen auskennt und so kam ich zu einem Paar Nike-Schuhe, die perfekt für Richtungswechsel sind, was beim Fechten durchaus normal ist und meinen Fuß dabei gut unterstützen. Und sie sind auch noch superbequem.
Ehm...und schwarz-pink. (Überraschung! Flo hat ihre Abneigung gegen pink überwunden!!!) :)

Schnell waren auch noch Hose und drei T-shirts gefunden (ich will schließlich nicht jede Woche waschen), praktischerweise vergünstigt. Beim Zahlen habe ich auch noch Sportsocken entdeckt, die auch noch in meine Einkaufstasche gewandert sind.
Mein Arm war nachher um ein großes Sackerl schwerer.

Schnell holte ich noch meine Uhr vom Watchhospital, ein neues Uhrband war bitter nötig, und sie sind um kein bisschen teurer, als die Geschäfte in Österreich.
Noch schnell zu Boots um Sachen wie Nasenspray (brauch ich glaube ich noch nicht, aber besser vorbereitet sein) und Zahnpasta zu finden. Eukalyptusbadeöl haben sie hier nicht, aber zumindest ein normales Eukalytusöl, aus dem man selbst einen Badezusatz machen könnte, oder einfach hin und wieder einatmet wie ich. :)

Danach bin ich ein bisschen herumgebummelt und im Schuhgeschäft gelandet, um Stiefel zu probieren. Habe ja keine mit. Zwar schaut es auch noch nicht nach Schnee aus, aber wie gesagt, besser vorbereitet sein. Leider war das eine Paar Stiefel zu klein bzw. zu weit (hin und wieder hat man Pech) und wegen der Eccoschuhe wollte ich zuerst ins Eccogeschäft schauen. Die dieses Exemplar nicht mehr hatten, wie ich kurze Zeit später draufkam. Auch dort probierte ich Stiefel, aber nein, wieder nichts. Noch kommen sie nicht angelaufen und schreien "Hier! Hier!". So ging ich wieder zurück zum anderen Geschäft (hin und her und her und hin!) :) um die Eccoschuhe doch noch zu probieren. Die passten perfekt und so kam ich zu einem weiteren Sackerl. (Oh, diese haben auch einen pinken Farbfleck: die Schuhbänder!) :)
Heute war wohl pinker Tag! :D

Nun hatte ich genug vom Einkaufen und schaute nur noch zu Tesco. Glücklicherweise hatte ich an meinen Rucksack gedacht, wo alles hineingestopft wurde. Jetzt sollte ich für die nächsten Tage ausgesorgt haben.

Zurück im Haus holte ich nach einem guten Salat das Jursiprudencebuch wieder hervor, las die erste Beurteilung und legte mich anschließend schlafen. Naturrecht muss einsickern und was ist natürlicher als Schlaf? :)
Lang schlief ich nicht, dann schaffte ich es endlich wieder einmal die Geige herauszuholen und zu üben. Auch nicht lange, dann tat mir alles weh. Also las ich die nächste Beurteilung im Buch und spielte anschließen wieder ein Weilchen.
Danach noch einmal eine Beurteilung (die sind Seitenlang, weil sie sich erst über die Fehler der anderen Richter auslassen) und schließlich durfte ich endlich Abend essen.
Jetzt nach diesem Geschreibsel hier kommt die letzte Beurteilung dran. :)

Das war's auch schon von meinem Tag!
Bis bald, mal sehen, was in nächster Zeit so passiert.
XO Florentina

PS:
Hier meine Schuhe :)
Sind sie nicht hübsch? :)