Mittwoch, 22. September 2010

Das Erbe der Sozialpädagogikschule

Hallo!

Ich erinnere mich immer gern an den Satz von Mo: "In der Kindergartenschule wird man viel zu nett." Ich denke, das lässt sich ebenso auf meinen Zweig anwenden und das hat sich heute wieder gezeigt, aber dazu später.

Zuerst einmal hat mein Tag ganz wie immer angefangen. Außer dass ich Eugene heute in der Früh wieder einmal getroffen habe und mich nachher mit meinem Laptop ins Bett gesetzt habe. Ich musste ein paar E-Mails schreiben und das ist im Bett doch viel bequemer, vor allem wenn man noch nicht wirklich aufstehen will. Netterweise war dann auch Judy gerade online und wir haben ein wenig auf Facebook gechatet. Ein voll netter Tagesbeginn kann ich nur sagen.

Irgendwann war es aber dann doch Zeit aufzustehen und da mein Schlagobers aufgebraucht werden musste, habe ich heute wieder einmal Porridge gegessen (mit Rosinen, Schlagobers (na klar) und schwarzer Ribiselmarmelade, also nicht nur die Flocken) Das füllt so richtig den Magen, vor allem, wenn man noch ungeübt ist und ein wenig zu viel macht. :)

Später habe ich mich dann an die Arbeit gemacht das Bad zu putzen. (nur das untere) Wahrscheinlich macht mich das zu einer ungewöhnlichen Studentin, aber im Prinzip macht mir die Tätigkeit wirklich Spaß. Ich denke, meine Mutter hat mich darauf geeicht, weil ich als wir noch Wellensittiche hatten jede Woche das Bad putzen durfte und es auch danach meine Tätigkeit blieb. So etwas setzt sich richtig fest und man kriegt die Angewohnheit nicht mehr los. Zusätzlich sieht man aber auch den Dreck eher, als die Leute, die das nicht so oft machen. Bis auf den Fußboden habe ich alles geputzt, aber dort wollte ich erst saugen und wir haben keine Staubsaugerbeutel mehr. Die werde ich morgen besorgen, der Boden hat es nämlich schon bitter nötig.
Ich höre mich an wie ein Hausweiblein, dass immer alles sauber hält. Ich wasche, ich putze, ich sauge....
Aber wie gesagt, das macht mir wundersamerweise Spaß. Nur die Fenster müssen leider nicht geputzt werden. :) (nur ein Spaß)

Nach getaner Arbeit habe ich auf eine Antwort von Kerry Davis gewartet, die für die Fahrräder an der Uni zuständige Dame. Aber sie hat mir noch nicht zurückgeschrieben. Und da mein Guthaben eher zur Neige geht (und sich meine Kreditkarte nicht registrieren ließ) konnte ich auch nicht anrufen. Aber für die erste Zeit macht es mir nichts aus zu Fuß zu gehen und ich muss ja auch nicht jeden Tag zum Campus. Leider muss ich nächsten Montag schon um 8:30 dort sein, weil sich die Lawschool-erasmusstudenten schon vor dem Registrationevent treffen. Ich bin durchaus neugierig auf die anderen, aber das ist so früh! Da werde ich mal wirklich  meinen  Wecker benötigen.

Nachmittags bin ich dann wieder zum Campus gegangen. Es fühlt sich immer noch komisch an dort zu sein, da ich eigentlich nichts zu tun habe und auch keinen kenne. Heute waren die grauen Häuser kein Schock mehr und ich habe durchaus auch nette Plätze gefunden. (ein paar Wohnhäuser sind echt schön und wenn die Sonne auf die roten Weinblätter scheint wird daraus ein wunderbares Farbenspiel) Ich muss auch sagen, dass Eugene der Campus gefällt, aber so ist jeder verschieden.
Hier ein paar neue Fotos:
das ist eines der Studentenheime am Campus. Immer noch nicht viel Farbe, aber es muss total hell sein!
die meiner Meinung nach schönsten Studentenheime am Campus (ich weiß, ziemlich klein)

der See hinter dem Campus, wenn man will kann man auch rundherumgehen und die Spieglung war einfach schön
Lang bin ich nicht geblieben. Wie gesagt, fühl ich mich nicht so wohl. Aber zumindest weiß ich jetzt wo ich Montagmorgen hinmuss (das Gebäude ist nämlich auch etwas versteckt) und am Freitag beginnt auch schon das Orientierungsprogramm für die internationalen Studenten.

Ich musste ohnehin zurück, da ja unsere letzte Mitbewohnerin für heute angesagt war. Elaine, unsere Vermieterin hat sie vom Zug abgeholt. Ein echtes Service kann ich nur sagen.
Levanna ist nett, 21 Jahre alt, kommt aus Paris und hat eher asiatische, als französische Vorfahren würde ich sagen, zumindest der Schrägstellung ihrer Augen nach. Was sie genau studiert, weiß ich nicht, vielleicht Amerikanische Literatur, oder etwas in die Richtung, ich wollte nicht noch einmal nachfragen. Leider versteht man nicht alles, was sie sagt, aber für eine Französin spricht sie richtig gut englisch. Sie ist richtig spät gekommen, erst um 6 Uhr abends und hat weder Decke, Polster noch Bettwäsche. (das konnte sie auch nicht mehr besorgen, aber ja, wenn man an so etwas nicht denkt)
Dann aber schlug meine soziale Ader durch und ich habe ihr angeboten, mit ihr zum Supermarkt zu gehen, auch wenn ich selbst nichts von dort brauchte (so viel zu Mos Zitat!) Sie kommt mir auch irgendwie jünger vor (was sie auch ist, aber doch nur ein Jahr) Weniger was sie gefragt hat, aber eher, wie sie eingekauft hat, absolut ohne Plan. (darunter zwei Packungen Eskimoeis, sie liebt Eis) Und dass sie ihren Adapter ganz zu Hause vergessen hat. (gut, meiner war zu klein, aber wer hätte schon erwarten können, dass diejenigen, die diese Dinger herstellen nicht nachdenken?) Aber es ist ihr erster Tag, sie wird sich schon eingewöhnen. Dann sehen wir weiter.
Morgen geht sie wohl mit mir in die Stadt, da ich ohnehin ein paar Dinge besorgen will. Und da sie ebenso eine Erasmusstudentin ist, werden wir wohl auch zum Orientierungsprogramm gemeinsam gehen. Mal sehen, am Freitag ist es vor- und nachmittags das gleiche, ich bin mir immer noch nicht sicher, wann ich gehen will. Lange schlafen oder früher daheim sein? Hmmmm. :)

Das war's eigentlich auch schon wieder von meinem Tag, schreibt mir mal, was ihr so macht. (Testet, ob ihr Kommentare schreiben könnt)

Bis bald
XO Florentina

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen