Hallo!
Tja, gestern konnte ich meinen Blog irgendwie nicht mehr in meinen Tag quetschen. Vor allem, da ich endlich wieder einmal früher schlafen gehen wollte, als halb 12. Und ich muss sagen, das hab ich geschafft. :)
Was so los war:
Wie ich mir am Vortag vorgenommen hatte, ging ich wieder in die Stadt und da es mal windig und wolkig war hatte ich brav meine Regenjacke und meinen Schirm eingepackt. (Die ich, wie sich herausstellen sollte nicht brauchen sollte und dadurch unnötig zusätzliches Gewicht mitschleppen durfte)
Meine erste Anlaufstelle war HSBC, das ist die Bank, die Neuankömmlingen in England am ehesten und mit den wenigsten Problemen ein Konto eröffnen lässt. Nun, sie wollen dennoch ganz schön viel, vor allem eine Bestätigung meiner Adresse, aber der Vertrag ist nicht genug, weil ich eine private Vermieterin habe. (Ich liebe das österreichische System des Meldeamtes!)
Schön und gut, da stand ich also in der Halle der Bank mit der einzigen Bankangestellten, die dort ist (für alle anderen benötigt man einen Termin) und hatte doch so meine Probleme, vor allem mit dem Vokabular. Schon mal wer versucht Bankgeschäfte in einer anderen Sprache zu führen? Besser vorher informieren, sag ich nur, sonst muss man bei jedem zweiten Wort nachfragen. Gut, gut, sie drückt mir dann eine Broschüre in die Hand, fragt mich, ob ich auch Deutsch verstehe!!! *gg* (Die wenigsten Engländer wissen, was wir German sprechen, wenn wir doch aus Austria kommen. Ich wäre dafür Austrian einzuführen, dadurch hätten wir doch viel weniger Probleme, oder?)
Nun, sie war sehr nett und hat mir armen, kleinen Studentin versucht alles zu erklären, aber ein Konto werde ich wohl doch nicht eröffnen. Warum? Mindestdauer 12 Monate und dann bin ich schon wieder in Österreich (oder Australien, je nachdem). Ich werde mich eben die 9 Monate (eigentlich nur 8, weil einen bin ich ja daheim) mit meiner Bankomatkarte und meiner Visakarte begnügen müssen. Was mir, wenn ich mich bemühe nur zweimal im Monat Geld abzuheben wahrscheinlich sogar billiger kommt.
So ein Glück, eine Sache, die ich doch nicht machen muss! :)
Als nächstes bin ich wieder zu Argos gegangen, um meine sanften Kluppen und über die Tür Hänger zu kaufen. Diesmal kannte ich mich schon aus und die Katalognummern hatte ich schon aus dem Internet, also geht es ganz schnell! Kurz darauf stehe ich mit einem Plastiksack schon wieder draußen und weitergeht's. Kurz ins Buchgeschäft geschaut und ein Buch mitgenommen. Preise sind zum Glück wie in Österreich, weiteres Glück, die meisten meiner Fantasyautoren werden in Amerika herausgegeben und die kriegt man in England nicht (manche werden in England noch einmal herausgegeben, anderes Cover, andere Größe, Inhalt und Sprache gleich. Warum? Keine Ahnung, wirklich nicht). Ich habe also nicht viel Auswahl an mir bekannten Autoren und mich ist noch kein anderes Buch angesprungen.
Nächster Stop Tesco, der wohl größte Supermarkt, den ich in meiner "Nähe" habe. Um nicht dauernd in die Stadt laufen zu müssen, fülle ich mein Körberl gleich mal kräftig an. Ich bekomme auch Haferflocken (heißen hier Porridgeflocken) und Rosinen, und ich nehme ein Päckchen Cubes von Knorr mit. Vielleicht hab ich Glück und es sind Suppenwürfel. Aber ich bekomme ja auch welche von Mama zugeschickt. (Ein dickes, fettes DANKESCHÖN!!!)
Das wäre eigentlich meine letzte Station gewesen und wenn ich ehrlich bin, wie hätte ich mit vier Taschen noch irgendwas tragen sollen, aber dann schau ich noch in einem der Musikgeschäfte rein, die auf meinem Weg liegen. (ich war schon fast vorbei und hab noch einmal umgedreht. Glücklicherweise habe ich dabei niemanden umgerannt) Dort drinnen bin ich an den Schalter herangetreten und habe ganz höflich gefragt, ob sie zufällig irgendwelche Geigenlehrer in Norwich kennen. Antwort: Wir haben eine Liste, die Druck ich dir schnell aus.
Ich finde das total genial!! Jetzt muss ich nur noch die Adressen zu den Telefonnummern suchen und herumtelefonieren, ob mich irgendwer noch als Schülerin nimmt. Das ist mir irgendwie lieber, als an der Uni herumzufragen. (auch wenn das vielleicht billiger wäre)
Danach habe ich mich und meine vier Taschen heim geschleppt und mich wieder einmal gefragt, warum sich die Erbauer von Norwich die einzigen Hügel in der Gegend für ihre Stadt ausgesucht haben. Zum Glück muss ich das nicht jeden Tag machen und hin und wieder bringt es mich nicht um.
Bis heute Abend dann (hoffentlich)
XO
Florentina
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