Mittwoch, 15. September 2010

Große Pläne, kleine Taten

Hallo!

Wie der Titel schon sagt hatte ich mir für heute sehr viel zu tun vorgenommen:

  • zur Bank gehen und ein Konto eröffnen
  • Wäscheständer bestellen (damit ich ihn nicht tragen muss)
  • Sanfte Kluppen besorgen (die, die nicht so viele Abdrücke auf den T-Shirts hinterlassen)
  • Brot, Käse, Haferflocken, Rosinen und Suppenwürfel kaufen
  • Geige üben
  • mich besser in der Stadt auskennen

Ist nicht aus allem etwas geworden.
Warum? 

Nun, erstens hat es den einen Wäscheständer, der mich gestern so angelacht hat plötzlich nicht mehr gegeben. Der nächstbessere kostete 42 Pfund statt 25. Ist eigentlich zur Zeit kein Problem und ich dachte nicht, dass ich noch andere finden würde, also begann ich mit dem Bestellvorgang. Mittendrin kam Charlotte herunter und ich besprach das mit ihr, weil sie doch mitzahlen wollte. Sie war geschockt und meinte, sie würde in die Stadt gehen und bei Argos schauen, was es gibt. 
Daraufhin hab ich mich auf deren Website umgesehen und bin doch glatt fündig geworden, ein lieber kleiner Turm für 18 Pfund und auf dieser Seite kann man auch noch schauen, in welchen Filialen es ihn noch gibt. Ich hab sie gefragt, ob wir gemeinsam gehen wollen und kurz darauf sind wir los gezogen.

Wir sind schnell zum Geschäft gekommen und ich kann nur sagen, das ist wirklich komisch:
Erstens einmal ist nicht wirklich Ware ausgestellt. Das Erste, das man sieht, wenn man hineinkommt ist ein Tisch mit Katalogen. Dort muss man die Katalognummer raussuchen, kann mit einer kleinen Maschine prüfen, ob sie das was man haben will noch auf Lager haben und dann geht man mit der Katalognummer zur Kassa. Soll heißen, zuerst muss man sich in der (zum Glück kurzen) Schlange anstellen und warten bis man von der netten Maschine weitergebeten wird. 
Hin und wieder spinnen die Engländer schon ganz schön. 
Nachdem man dann seinen Bestellschein abgegeben hat, darf man sich auf einen Stuhl setzen und warten, bis eine weitere elektronische Stimme die Nummer auf der Rechnung aufruft, dann kann man nach vorgehen und sich sein Zeug abholen. Umständlicher geht es wohl gar nicht, oder? 
Charlotte meinte, wir können froh sein, dass wir unter der Woche hinkamen, denn am Samstag wartet man ewig. (Ich sag nichts mehr, okay? Ich hab meinen Senf schon dazugegeben)

Zusätzlich habe ich in dem ganzen Tohuwabohu der Umständlichkeit auf meine netten sanften Kluppen vergessen. Okidoki, wollte nicht noch einen Bestellschein ausfüllen, komme ich eben später wieder, dachte ich. Wollte ohnehin noch zur Bank.

Aber nein, bis wir zurück waren, war es dann schon ziemlich spät und ich wollte nicht sofort wieder den gleichen Weg zurück. Außerdem war ich müde. Werde zur Zeit schneller müder als daheim, aber daheim ist auch nicht jeden Tag etwas neues zu erleben.

Auf jeden Fall habe ich mich später doch noch aufgemacht um einkaufen zu gehen, wir haben einen halbwegs großen Supermarkt 10 Minuten entfernt von uns und einen Minishop gleich um die Ecke. Erst einmal bin ich zum größeren Geschäft gegangen, das auch eine Poststelle integriert hat. Aber irgendwie war ich enttäuscht. Die Auswahl war nicht weltbewegend, ich habe keine Ordnung entdecken können und sie hatten weder Haferflocken, noch Rosinen, noch Suppenwürfel (nur Soßenwürfel). Also hab ich mir Brot (einmal ein Vollkornbrot, oder was hier dafür gehalten wird) und Käse gekauft und bin etwas deprimiert über die erfolglose Suche zurück marschiert.
Ich habe auch noch kurz in den Minishop geschaut und siehe da: er hat für seine Größe erstaunlich viel, eigentlich alles, was man zum Überleben braucht außer frisches Obst und Gemüse oder Fleisch und für das allernotwendigste kann man schnell dorthin gehen. Aber auch dort keine Haferflocken oder Suppenwürfel. Rosinen schon, aber was tu ich mit ihnen, wenn ich keine Haferflocken habe? So viel zu meinem Versuch einmal etwas anderes (und gesünderes) als Tost mit Butter in der Früh zu essen. Immerhin esse ich jetzt auch immer schon einen Apfel. :)

Das andere auf meiner Liste?
Das erledige ich morgen. Ich habe keinen Stress. Die Uni beginnt schließlich erst in 12 Tagen. Gott, klingt das viel. Dabei fühlt es ich irgendwie an wie übermorgen.

Ich denke, das war auch schon das aufregendste am heutigen Tag. Statt Zuchinicremesuppe habe ich eben Zuchini-Lauchgemüse und Toast gegessen. Ich glaube nicht, dass ich vom Fleisch fallen werde. :)

Bis demnächst,
(womöglich kann ich morgen von den englischen Bankmenschen berichten)

XO Florentina

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